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Samstag, 8.9.2012

Vorübergehendes Aufatmen an den Börsen

Es war eine gute Woche für die Börsen: Der wichtigste europäische Index Eurostoxx legte 4 Prozent zu und die Schweizer Börse erreichte zeitweise ein Jahreshoch. Ob die gute Stimmung anhält, hängt auch vom deutschen Verfassungsgericht ab.

Die Kurven zeigen nach oben. (Keystone Archiv)

Von Wirtschaftsredaktorin Barbara Widmer

In der zweiten Wochenhälfte gab es an den Börsen ein richtiges Kursfeuerwerk. Die grössten Gewinne verbuchten dabei die Bankentitel. Unicredit, Société General, BNP und andere grosse europäische Banken legten im Wochenverlauf bis zu 16 Prozent zu. Auch die Aktienkurse der beiden Schweizer Grossbanken UBS und CS stiegen um rund 10 Prozent. Sie alle profitierten von der Ankündigung der europäischen Zentralbank, sie würde notfalls unbeschränkt Staatsanleihen notleidender europäischer Länder kaufen.

In der Folge hat sich die Staatsschulden-Krise - zumindest vorübergehend - etwas entspannt. Die Zinsen, die Spanien und Italien bezahlen müssen, wenn sie am Kapitalmarkt Geld aufnehmen, gingen auf ein erträgliches Niveau zurück. So sank etwa die Rendite spanischer Anleihen erstmals seit Ende Mai wieder unter 6 Prozent.

Auch am Devisenmarkt stieg das Vertrauen in den Euro. Er erstarkte und kostete erstmals seit dem Frühjahr wieder mehr als 1.21.

Spannung vor dem ESM-Entscheid in Deutschland
Ob die positive Stimmung an den Finanzmärkten anhält, hängt nun vor allen vom Urteil des deutschen Bundesverfassungsgerichtes ab. Das Gericht muss entscheiden, ob der Euro-Rettungsschirm ESM mit dem deutschen Grundgesetz vereinbar ist. Mehrheitlich rechnen Fachleute zwar für nächsten Mittwoch nicht mit einem Veto. Aber viele erwarten, dass das  Verfassungsgericht Auflagen machen wird. Und falls diese streng ausfallen, könnte die aktuelle Euphorie an den Finanzmärkten auch ganz schnell wieder verfliegen. (luek)

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Dossier, Letztes Update: Dienstag, 11.12.2012

Die Schuldenkrise in Europa

Wegen der immensen Staatsschulden einiger europäischer Länder steht die Gemeinschaftswährung Euro massiv unter Druck. Trotz eines Billionen-Rettungsschirms für Defizitsünder ist der Euro noch immer nicht über den Berg.  Mehr


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