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Donnerstag, 13.12.2012

Leitzins bleibt unverändert

Die Schweizerische Nationalbank führt den Ausnahmezustand bei ihrer Geldpolitik fort. Der Leitzins bleibt tief und der Euro-Mindestkurs von 1.20 wird verteidigt. Notfalls will die SNB weiter unbeschränkt Devisen kaufen.

SNB-Präsident Thomas Jordan (Keystone Archiv)

Mindestkurses von 1.20 Franken pro Euro bleibt

Die Nationalbank ortet nach wie vor beträchtliche Risiken für die Wirtschaftsentwicklung in der Schweiz. Sie schliesst denn auch nicht aus, erneut in grossem Umfang Euro zu kaufen, um den Franken-Mindestkurs zu verteidigen.

Beitrag aus Rendez-vous vom Donnerstag, 13.12.2012, 12.30 Uhr

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Die Gelschleusen bleiben offen: Die Schweizerische Nationalbank (SNB) belässt den Leitzins bei 0 bis 0,25 Prozent und auch der Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken wird mit aller Konsequenz beibehalten. Dies soll die Schweizer Wirtschaft auch 2013 in Schwung halten.

Robustes Wachstum
Die SNB rechnet für das nächste Jahr trotz der Rezession in der Euro-Zone mit einem Wachstum des Schweizer Bruttoinlandprodukts (BIP) zwischen 1 und 1,5 Prozent. Die Prognosen der Notenbanker liegen damit im Rahmen jener der Ökonomen des Staatssekretariats für Wirtschaft (SECO), die ein Wachstum von 1,3 Prozent erwarten. Für 2012 beliess die SNB ihre Prognose bei rund 1 Prozent.

Trotzdem sieht die SNB weiterhin keine Inflationsgefahr: Nach einem Rückgang der Konsumentenpreise um 0,7 Prozent im laufenden Jahr, dürfte der Preisrückgang im nächsten Jahr 0,1 Prozent betragen und 2014 wieder eine leichte Teuerung von 0,4 Prozent einsetzen. Damit bleibt der Preisanstieg aber deutlich unter der Warnschwelle von 2 Prozent.

Weitere Massnahmen möglich
Den Euro-Mindestkurs von 1,20 Franken will die SNB weiterhin mit aller Konsequenz durchsetzen und dazu gegebenenfalls unbeschränkt Devisen kaufen.

Gemäss SNB-Präsident Thomas Jordan ist dies in der Natur des Mindestkurses begründet. «Der Franken bleibt nach wie vor hoch bewertet», sagte Jordan. Die Durchsetzung des Mindestkurses sei im aktuellen Tiefzinsumfeld nötig, um in der Schweiz angemessene monetäre Rahmenbedingungen zu gewährleisten.

Entspannung in den letzten Wochen
Seit Anfang September muss die SNB allerdings nicht mehr am Devisenmarkt intervenieren, um ein Abrutschen des Euros unter den Mindestkurs zu verhindern. Damals hatte die Europäische Zentralbank (EZB) erklärt, sie würde notleidenden Euro-Staaten mit unbegrenzten Käufen von Staatsanleihen helfen.

Seither notiert der Euro deutlich über 1,20 Franken. Anfang Monat ist die Gemeinschaftswährung wieder über 1,21 Franken gestiegen. Dazu trug bei, dass die Credit Suisse und die UBS Sondergebühren respektive Negativzinsen auf grössere Frankenguthaben von institutionellen Anlegern eingeführt haben. (luek, sda)

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Der starke Franken: Fragen und Antworten

Hintergrund: Leitzins und Inflation

Geschichte des Frankens


Weiterführender Link zum Thema:

  • swissquote.ch: Hier können die aktuellen Devisenkurse von Euro und Dollar abgerufen werden.

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  • Frankenstärke

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