SNB musste weitere 41 Milliarden investieren
Sitz der SNB in Bern. (SNB)
Die Schweizerische Nationalbank (SNB) musste auch im Juli stark in den Devisenhandel intervenieren. Sie hat für weitere 41,4 Milliarden Franken ausländische Währungen erworben, um den Mindestkurs für einen Euro bei 1.20 Franken zu halten.
Mehr als 400 Milliarden Devisenreserven
Dass tatsächlich ein grosser Teil des Devisenanstiegs auf Devisenkäufe zur Durchsetzung des Euro-Mindestkurses zurückzuführen sei, bestätigte ein Sprecher der SNB. Details wollte er aber nicht bekannt geben.
Die Devisenanlagen der SNB erreichten damit Ende Juli rund 406,5 Milliaren Franken. Ein Monat zuvor waren es gut 365 Milliarden gewesen. Davon waren knapp 220 Milliarenn Franken in Euro angelegt.
Insgesamt verlangsamte sich der Anstieg der Devisenreserven der SNB aber: Im Juni hatten sie um rund 59 Milliarden zugenommen, im Mai sogar um 66 Milliarden Franken.
Widmer-Schlumpf: Keine inflationären Tendenzen
Finanzministerin Eveline Widmer-Schlumpf stellte sich hinter die Verteidigung des Euro-Mindestkurses «Die SNB ist in der Lage, den Franken mit unbegrenzten Mitteln zu stabilisieren», sagte die Bundespräsidentin vor Medienvertretern in Bern. Es gebe derzeit keine inflationären Tendenzen. (pet;bru, sda/reuters)
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