Mursi entlässt hohe Sicherheitsbeamte
Drei ägyptische Sicherheitsbeamte müssen ihre Posten wegen der Anschläge islamistischer Extremisten auf dem Sinai räumen. Ägyptens Präsident Mohammed Mursi hat sowohl den Chef des Geheimdienstes, Murad Mufawi, sowie den Gouverneur der Provinz Nord-Sinai, Abdel Wahab Mabruk, entlassen. Das berichtete der staatliche Fernsehsender Nile TV. Auch der Kommandant der Militärpolizei, Hamdi Badin, muss gehen. Zum neuen Geheimdienstchef wurde Abdel Wahid Shehata ernannt.
Die Bekanntgabe der Personalentscheidungen erfolgte nach einer Sitzung des Nationalen Sicherheitsrates in Kairo. In dem Gremium haben neben Mursi, Ministerpräsident Hisham Kandil und einigen Spitzenministern vor allem die Militärs das Sagen.
Am Sonntag hatten militante Islamisten auf dem Sinai 16 ägyptische Soldaten getötet und die Grenze zu Israel durchbrochen. In der Nacht zum Mittwoch griffen weitere Extremisten fünf Kontrollpunkte der Armee an. Das Militär schlug mit massiven Kräften zurück und setzte auch Kampfflugzeuge zur Bekämpfung der Extremisten ein. Mehr als 30 mutmassliche Terroristen wurden nach Angaben aus Sicherheitskreisen getötet. (nab, dpa)
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