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Samstag, 14.1.2012

El Baradei kandidiert nicht fürs Präsidentenamt

Mohmmed El Baradei wird nicht an den ägyptischen Präsidentschaftswahlen teilnehmen. Gemäss dem ehemaligen IAEA-Chef verhält sich der regierende Militärrat, als ob es keine Revolution gegeben habe.

Mohammed El Baradei. (Reuters Archiv)

Friedensnobelpreisträger Mohammed El Baradei scheidet im Rennen um das Präsidentenamt in Ägypten aus. Der frühere Direktor der Internationalen Atomenergiebehörde (IAEA) äusserte sich am Samstag in einer Erklärung enttäuscht über die Entwicklung des nordafrikanischen Landes seit dem Sturz von Präsident Hosni Mubarak.

Der Militärrat, der Ägypten seit dem Ende der Ära Mubarak im Februar regiert, verfolge den alten Weg, als ob es keine Revolution gegeben hätte und als ob das alte Regime noch immer nicht gefallen sei, sagte El Baradei.

Keine fairen Wahlen möglich
Als Präsidentschaftskandidat in einem nicht wirklich demokratischen System aufzutreten, könne er mit seinem Gewissen nicht vereinbaren, sagte er weiter. Faire Wahlen seien unter den derzeitigen Umständen nicht möglich. Bis Ende Juni soll in Ägypten ein neuer Präsident gewählt werden.

El Baradei galt insbesondere in westlichen Ländern als Hoffnungsträger für Ägypten. Ein Grossteil der ägyptischen Bevölkerung blieb ihm gegenüber allerdings skeptisch. Der Friedensnobelpreisträger sei zu lange im Ausland gewesen, verstehe die Menschen im Land nicht, hiess es.

Der Friedensnobelpreisträger versprach, sich weiter für die Jugendbewegung einzusetzen. Er sei überzeugt, dass die ägyptische Jugend weiter für eine bessere Zukunft kämpfen werde. (pet, sda)

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El Baradeis Erklärung ist für die Generäle in Kairo vernichtend. (Iren Meier, 14.1.2012)
Hören (2:45)

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