Krawalle und Festnahmen in Kairo
Mehrere hundert Menschen protestierten am Freitag gegen den Obersten Militärrat. (Keystone Archiv)
Bei den Krawallen vor dem Verteidigungsministerium in Kairo sind nach Angaben von Anwälten mindestens 300 Menschen festgenommen worden, unter ihnen auch 16 Frauen.
Bei den blutigen Zusammenstössen zwischen Demonstranten und Sicherheitskräften waren am Freitag ein Soldat getötet und 400 Menschen verletzt worden. Zu den Unruhen war es gekommen, als die Armee mit Unterstützung der Polizei eine Demonstration gegen die herrschenden Militärs vor dem Verteidigungsministerium auflösen wollte.
Die Sicherheitskräfte setzten Tränengas und Wasserwerfer ein. Nach Angaben von Augenzeugen flogen von beiden Seiten Steine.
Am Abend verhängte das Militär eine nächtliche Ausgangssperre über die Gegend um das Verteidigungsministerium. In dem Viertel war es diese Woche bereits zu blutigen Strassenschlachten zwischen Demonstranten und Schlägertrupps gekommen, bei denen nach offiziellen Angaben neun Menschen getötet wurden.
Der Protest der Demonstranten richtete sich gegen den Obersten Militärrat, der nach dem Rücktritt von Präsident Hosni Mubarak im Februar 2011 die Macht übernommen hatte. Die Ägypter sollen am 23. Mai einen Präsidenten wählen. (bat, dpa)
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