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  • Steuerstreit mit USA
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Freitag, 3.8.2012

Die USA wollen von der CS weitere Kundendaten

Die Steuerbehörden der USA versuchen offenbar erneut, an Kundendaten der Grossbank Credit Suisse heranzukommen. Die Eidgenössische Steuerverwaltung hat ein neues Amtshilfegesuch aus den USA erhalten.

Die US-Behörden erhöhen den Druck auf die CS. (Keystone Archiv)

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Der Steuerstreit mit den USA geht in die nächste Runde: Die Vereinigten Staaten haben ein neues Amtshilfegesuch an die Schweiz gestellt. Dabei handelt es sich offenbar um eine neue Version des Gesuchs, mit dem die USA letztes Jahr die Herausgabe von Kundendaten der Credit Suisse verlangt hatten, wie die NZZ berichtet.

Die Eidgenössische Steuerverwaltung (ESTV) hat am 9. Juli ein Amtshilfegesuch aus den USA erhalten, wie ein Sprecher der ESTV bestätigte. Weitere Angaben zum Inhalt des Gesuchs und zum Stand des Verfahrens machte er nicht. Ein CS-Sprecher bestätigte, dass das Gesuch Kunden der Credit Suisse betrifft.

US-Steuerbehörde macht Druck
Laut dem Anwalt jener Kanzlei, die nach eigenen Angaben, die meisten der betroffenen Kunden vertritt, ist das neue Amtshilfegesuch fast gleich formuliert wie dasjenige vom letzten September und betrifft die gleiche Gruppe von Verdächtigen.

Die US-Steuerbehörde IRS hatte letztes Jahr mittels Amtshilfegesuch die Herausgabe der Daten mutmasslicher US- Steuerbetrüger verlangt. Das Bundesverwaltungsgericht hatte jedoch im April die Lieferung dieser Daten an die USA gestoppt.

Damals hiess es von Seiten des Staatssekretariats für internationale Finanzfragen (SIF), die USA könnten weitere Gesuche stellen, müssten die Suchkriterien zur Identifikation der betroffenen Personen aber besser darlegen. Bankkundendaten können damit nach wie vor über den Amtshilfeweg ausgetauscht werden.

Vorgehensweise detaillierter beschrieben
«Das Bundesverwaltungsgericht hat ja praktisch eine Handlungsanweisung gegeben, wie ein neues Gesuch aussehen muss», so ein Rechtsanwalt. Diese hätten die USA jetzt umgesetzt. Das neue Amtshilfegesuch sei mit einer detaillierteren Umschreibung der Art und Weise ergänzt worden, wie die Bank und der Kunde vorgegangen sein sollen, um die Gelder vor dem Fiskus zu verstecken.

Unklar, wie viele Kunden betroffen
Gemäss der betroffenen Zürcher Kanzlei sind insgesamt bis zu 700 Kunden betroffen. Laut dem Bericht der «NZZ» soll es sich hingegen um weniger als 100 Betroffene handeln.

Gemäss früheren Angaben in den Medien hatte sich das letzte Jahr eingereichte Amtshilfegesuch der USA auf 650 Verfahren bezogen. Die Bankdaten zu 150 Kunden, die sich nicht beschwert hatten, wurden an die IRS übermittelt, wie das SIF im April bekannt gegeben hatte. (smus, sda)

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