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Dienstag, 6.12.2011

SVP könnte FDP doch angreifen

Die SVP will einen zweiten Bundesratssitz. Doch auf Kosten von wem, bleibt offen. Ein Angriff auf die FDP halten SVP-Parlamentarier für möglich. Kurz zuvor hatte SVP-Fraktionspräsident Baader dies klar ausgeschlossen. Er hätte besser geschwiegen, sagen Parteikollegen.

SVP-Nationalrat Luzi Stamm: «Baader hätte besser nichts gesagt.» (Archiv)

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Gut eine Woche vor der Bundesratswahl ist parteiintern umstritten, ob die SVP einen Bundesratssitz der FDP angreifen soll.

SVP-Fraktionspräsident Caspar Baader erklärte gegenüber Schweizer Radio DRS, die SVP werde am 14. Dezember die BDP angreifen. Einen Angriff auf die FDP gebe es nicht. Nur wenige Stunden später wurde diese Aussage von Fraktionsmitgliedern relativiert.

Zwar sind sich alle einig: Die SVP will einen zweiten Sitz und zwar auf Kosten der BDP. Sollte es jedoch nicht gelingen, Bundesrätin Eveline Widmer-Schlumpf abzuwählen, dann könnte es auch einen Angriff auf die FDP geben.

Angriff auf FDP ist kein Tabu
Der Thurgauer SVP-Nationalrat Peter Spuhler erwartet ganz klar, dass die FDP geschlossen die SVP unterstützt. Sollte sie dies nicht tun, kann er sich einen Angriff auf einen der beiden Bundesratssitze der FDP sehr wohl vorstellen.

Diese Ansicht vertritt auch der Aargauer SVP-Nationalrat Luzi Stamm. «Wenn die FDP im zweiten Umgang Frau Widmer-Schlumpf wählt, dann sind wir fast gezwungen, die FDP anzugreifen.»

Baader hätte besser geschwiegen
Daher ist Stamm über Baaders Aussage im Radio befremdet. Im Moment müsse man alles offen lassen, ist Stamm überzeugt. Im jetzigen Umfeld sei es besser, die Taktik nicht bekannt zu geben. «So gesehen hätte Baader besser nichts gesagt.»

Auch der Glarner Ständerat This Jenny ist mit Baaders Vorpreschen nicht glücklich. «Für mich gibt es keinen Grund, warum wir nicht auch einen Sitz der FDP beanspruchen sollen», so Jenny. Schliesslich habe die FDP klar weniger Wähleranteile als die SVP. (bat/inap/hug)

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SVP-Parlamentarier schliessen einen Angriff auf die FDP nicht aus. (Katrin Hug, 6.12.2011)
Hören (4:15)


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