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  • Der starke Franken: Fragen und Antworten:

Geschichte des Frankens

Der Schweizer Franken hat in seiner 160-jährigen Geschichte schon mehrere Höhenflüge durchgemacht. Zeitweilig war er an fremde Währungen gebunden.

Die wichtigsten historischen Daten zur Geschichte der Schweizer Währung:

7. Mai 1850

Der Bund führt per Münzgesetz den Franken als Einheitswährung ein. Es handelt sich um eine Silberwährung, ab 1860 um eine Gold- und Silber-Doppelwährung.

23. Dezember 1865

Die Schweiz bildet mit Frankreich, Belgien, Italien (ab 1868 auch Griechenland) die lateinische Münzunion, eine Währungsunion. In der Schweiz zirkulieren - gleichwertig - auch Silbermünzen anderer Mitgliedsländer.

Als Mitglied der Union macht die Schweiz ab den 1880er Jahren faktisch deren Wandel vom Bimetallismus zum Goldstandard mit.

1891

Der Bund übernimmt das Banknotenmonopol. 1905 erhält die Nationalbank das alleinige Herausgaberecht.

1914-1924

Zu Beginn des 1. Weltkriegs bricht der internationale Goldstandard innert weniger Tage zusammen. Die Schweiz ändert ihre Notenpolitik und hebt die Goldeinlösepflicht auf.
1924 Auch Liechtenstein übernimmt den Schweizer Franken.

31. Dezember 1926

Auflösung der lateinischen Münzunion. Der Franken wird erstmals die alleinige und eigenständig zirkulierende Währung in der Schweiz.
1929 Rückkehr zum Goldstandard.

26. September 1936

Weil der Franken in der Weltwirtschaftskrise zur Fluchtwährung wurde und stark überbewertet ist, was der Exportindustrie schadet, lässt der Bundesrat den Franken um 30 Prozent abwerten.

1939-45

Während des Zweiten Weltkrieges ist der Franken die einzige frei umtauschbare harte Währung in Europa.

Juli 1944

Die Vereinbarungen von Bretton Woods bringen ein System der festen Wechselkurse mit Gold-Dollar-Standard, dem sich nach dem Krieg auch die Schweiz anpasst.

29. Juni 1954:

Der Bundesrat hebt die Gold-Einlösepflicht für Banknoten provisorisch auf. Definitiv fällt diese Goldbindung 2000.

Anfang 1973

Weil das System der festen Wechselkurse unter Druck gerät, entscheidet sich der Bundesrat für flexible Wechselkurse. Der Franken wertet sich stark auf - auch in Folge der Ölkrise.

15. Juni 1976

Die Nationalbank und die Schweizer Banken schliessen angesichts der Währungskrise ein Gentlemen's Agreement. Die Banken verpflichten sich, Spekulationen gegen den Franken zu unterlassen.

1991/2001

Der Golfkrieg und die Terroranschläge in New York führen zeitweise zu einer neuen Flucht in den Schweizer Franken.

Anfang 2002

Einführung des Euro in 12 EU-Ländern (heute Einheitswährung in 17 EU-Staaten), der Franken wird vorübergehend schwächer.

Ab 2009

Die Weltwirtschaftskrise und die Krise des Euro führen zu einer starken Aufwertung des Schweizer Frankens.

Ende 2010

Von Gewerkschaften, aber auch Unternehmerkreisen, werden Forderungen nach einer Bindung des Frankens an den Euro und nach einem neuen Gentlemen's Agreement laut.

14. Januar 2011

Das Staatssekretariat für Wirtschaft bespricht mit Wirtschaftsvertretern das Problem des hohen Schweizer Frankens.

16. Juni 2011

Der Franken gewinnt weiter an Stärke und erreicht ein neues Rekordhoch zum Euro. Für die Gemeinschaftswährung müssen erstmals weniger als 1.20 Franken bezahlt werden.

2. August 2011

Angesichts der andauernden Schuldenkrise in Griechenland und wegen der schlechten Konjunkturaussichten in den USA erreicht der Euro mit 1.08 Franken einen neuen Tiefststand. Auch der US-Dollar ist so wenig wert wie noch nie, er kostet noch 77 Rappen.

(luek, sda)

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Ernst Baltensperger zur Geschichte des Schweizer Frankens

Tagesgespräch vom Mittwoch, 10.10.2012, 13.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

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