(Keystone)
Bali: Grundlagen für die Klimazukunft
Nach zähen Verhandlungen hat sich die Weltklimakonferenz auf Bali im Dezember 2007 darauf geeinigt, bis 2009 ein neues weltweites Klimaabkommen auszuhandeln. Das Mandat, die «Bali Roadmap», wurde von allen 192 Delegationen akzeptiert.
Grundlagen gelegt
Das fünfseitige Papier legt bereits einige Grundlagen für das kommende Abkommen, das 2009 fertig sein und das Kyoto-Protokoll von 1997 ablösen soll. Ziel ist eine drastische Verminderung der Treibhausgase, um die Erwärmung der Erde zu bremsen.
Ziel mit Einschränkungen erreicht
Der Streit über die Verpflichtungen der Entwicklungsländer hatte die Konferenz stundenlang blockiert. Im verabschiedeten Text fehlt nun das von der EU geforderte Ziel, dass Industriestaaten ihre Treibhausgase bis 2020 um 25 bis 40 Prozent vermindern sollen. Stattdessen gibt es nur einen Hinweis auf die Ergebnisse des Klimarats (IPCC), der diese Zielmarke nennt.
Mit Anreizen statt Strafen zum Ziel
Der Kyoto-Folgevertrag besteht aus vier tragenden Säulen. Neu sollen nicht mehr nur die Industrieländer ihren CO2-Ausstoss reduzieren. Auch Entwicklungs- und Schwellenländer werden in die Pflicht genommen.
Zudem sollen Massnahmen zur Anpassung an die Folgen des Klimwandels ergriffen werden. Damit die Entwicklungsländer ihre Ziele erreichen können, müssen gemäss der Bali-Konferenz auch der Technologietransfer verbessert und die finanzielle Unterstützung institutionalisiert werden.
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