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Montag, 12.3.2012

IWF: «Viel Nutzen bei überschaubarem Risiko»

Die Schweiz garantiert dem IWF seit vielen Jahren Milliarden-Kredite. Nun sollen die Beiträge angehoben werden. Einerseits ist das Risiko gering, dass die Schweiz dabei Geld verliert. Andererseits könnte sie damit vielleicht ihren Sitz im IWF-Direktorium halten.

Debatte um die Rolle der Schweiz in der Welt

Der IWF will seine Kreditmittel verdoppeln, um Krisenländern besser helfen zu können. Die Schweiz soll deshalb künftig 7,5 statt 4,5 Milliarden Franken nach Washington bezahlen. Das sorgte für Streit im Rat.

Beitrag aus Echo der Zeit vom Montag, 12.3.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Mehr Franken für den IWF?

DRS 4 aktuell vom Montag, 12.3.2012, 10.34 Uhr, DRS 4 News

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Der Internationale Währungsfonds (IWF) will die eigenen Mittel verdoppeln, um in Not geratene Länder besser und schneller mit Krediten unterstützen zu können. Das Geld für diese Aufstockung kommt von den IWF-Mitgliedsländern. Die Schweiz müsste demnach statt 4,5 neu 7,5 Milliarden Franken zur Verfügung stellen.

Laut DRS-Wirtschaftsredaktorin Maren Peters ist das Risiko für die Schweiz begrenzt. Das Geld für diese Kredite an den IWF kommt von der Schweizerischen Nationalbank (SNB). Das bedeutet, dass die SNB bei Bedarfsfall das Geld jederzeit zurückrufen kann. Das berührt den Bundeshaushalt also nicht. Der Bund garantiert auch nicht für diese Gelder.

Schwellenländer drängen ins IWF-Direktorium
Die Aufstockung der IWF-Kredite ist Teil einer grösseren Umstrukturierung, die den Schwellenländern mehr Mitsprache bringen soll. Damit soll beispielsweise für China Platz im obersten Gremium des IWF geschaffen werden. Das geht nur, wenn die europäischen Ländern – und zu ihnen gehört auch die Schweiz – zwei Sitze im Direktorium des IWF abgeben.

Hinter den Kulissen wird hart darüber verhandelt, wer im mächtigen Exekutiv-Gremium bleiben darf. Der Sitz der Schweiz steht auch zur Diskussion. Dieser Sitz ist für die Schweiz derzeit die einzige Möglichkeit, sich auf der wirtschaftspolitischen Weltbühne Gehör zu verschaffen.

In der Runde der G-20, also der wichtigsten Industrie- und Schwellenländer, sitzt die Schweiz nicht mit am Tisch.

Mehr Nutzen als Risiko
Wenn die Schweiz als wichtiger Finanzplatz ihre Meinung einbringen will, dann geht das nur über den IWF. In diesem Gremium werden seit der Finanzkrise ganz wichtige Entscheidungen für die Weltwirtschaft gefällt. Die Schweiz unterstützt den IWF seit vielen Jahren mit Milliarden.

Welchen Nutzen sie davon hat, kann man nicht direkt ableiten. Der wichtigste Vorteil ist wohl, dass die Schweiz ihre wirtschaftspolitischen Interessen direkt in das wichtigste Gremium des IWF einbringen kann. Das darf laut Peters nicht unterschätzt werden. Und wenn die Schweiz über ihre Beiträge die Kredite des IWF mitfinanziert, kommt ihr das letzten Endes auch selber zu gute.

Für Wirtschaftsredaktorin Maren Peters ist deshalb klar: Die Schweiz hat «viel Nutzen bei überschaubarem Risiko». (bat;pet)

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Eine Frühjahrssession im Zeichen von Geld und SNB

Der Steuerstreit mit den USA, der Rücktritt von Nationalbankpräsident Hildebrand und die künftige Rolle der SNB, aber auch der Steuerstreit, der starke Franken und das Swissness-Gesetz waren Themen in der Frühjahrssession. Auch befassten sich die Räte mit einem Verbot der Deflinhaltung oder zumindest mit einem Importverbot für die Meeressäuger.


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