«Nordkorea macht, was es will»
«Nordkorea macht, was es will»: Der neue Machthaber Kim Jong Un lässt sich am 12. April von Parteianhängern feiern. (Reuters)
Der gescheiterte Start einer Rakete ist nach Ansicht des DRS-Asienexperten Peter Achten für die neue nordkoreanische Führung eine grosse Niederlage. «Es ist bereits der dritte Versuch nach 1998 und 2006, der mit einem Misserfolg geendet hat», so Achten. Andere Staaten, etwa die USA, könnten daran ablesen, dass die Bedrohung aus Nordkorea wohl doch nicht so gross sei wie man früher angenommen habe.
«Das nützt alles nichts»
Achten geht jedoch davon aus, dass der gescheiterte Start den neuen Machthaber Kim Jong Un weder innen- noch aussenpolitisch nachhaltig schwächen wird. Innenpolitisch werde er wohl eine Ausrede finden. Zudem könnte der gescheiterte Start dazu dienen, weitere Tests zu rechtfertigen.
Aussenpolitisch mache Nordkorea seit zwei Jahrzehnten ohnehin, was es wolle. Man habe das auch im Vorfeld des jüngsten Tests gesehen: Schon die Ankündigung sei weithin verurteilt worden, selbst die Verbündeten China und Russland hätten sich dagegen ausgesprochen. «Das nützt aber alles nichts», so Achten. «Verurteilungen, Empörung, Resolutionen - alles vergeblich.» Nordkorea liesse sich davon überhaupt nicht beeindrucken. (ank;pet)
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