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Mittwoch, 11.4.2012

Rick Santorum zieht sich zurück

Die US-Vorwahlen sind gelaufen: Multimillionär Mitt Romney ist nach dem Rückzug von Rick Santorum die Präsidentschaftskandidatur der Republikaner so gut wie sicher. Amtsinhaber Obama hat das Feuer auf seinen wahrscheinlichen Herausforderer eröffnet.

Der ultrakonservative Kandidat Rick Santorum gibt in Gettysburg das Ende seiner Kandidatur bekannt, neben ihm Ehefrau Karen. (Keystone)

Mit dem Rückzug von Rick Santorum aus dem Rennen um die Präsidentschaftskandidatur der US-Republikaner ist die Schlacht ums Weisse Haus eröffnet. Bereits kurz nach der Abschiedsrede des Ex-Senators fuhr Amtsinhaber Barack Obama schweres Geschütz gegen seinen wahrscheinlichen Herausforderer auf.

«Je mehr die Amerikaner von Mitt Romney sehen, desto weniger mögen sie ihn und desto weniger vertrauen sie ihm», heisst es in einer von Obamas Wahlkampfteam an Unterstützer verschickten E-Mail. Darin wurde Romney auch bezichtigt, sich die Präsidentschaft mit negativer Wahlwerbung erkaufen zu wollen.

Obama: Grösster Kontrast seit Jahrzehnten
Bei einem Auftritt in Palm Beach Gardens in Florida erklärte Obama, dass im Wahlkampf zwei völlig unterschiedliche politische «Visionen» aufeinanderträfen. Bei der Wahl im November gebe es wahrscheinlich den grössten Kontrast zwischen den Kandidaten seit fast fünf Jahrzehnten, sagte er, ohne Romney beim Namen zu nennen.

Obama nutzte seine Reise nach Florida vor allem, um für seine Steuerpläne zu werben, die einen Mindestsatz für Millionäre von 30 Prozent vorsehen. Diese nach dem Multimilliardär Warren Buffet benannten Regel soll zu mehr sozialer Gerechtigkeit führen.

Derzeit führen viele Einkommensmillionäre einen deutlich geringeren Prozentsatz ab - Romney, der Obamas Steuerpläne ablehnt, kam im vergangenen Jahr selbst lediglich auf 14 Prozent. Buffet kritisierte öffentlich, unter anderem wegen der Begünstigung von Investitionserträgen einen geringeren Satz zahlen zu müssen als etwa seine Sekretärin.

«Dieses Rennen ist für mich vorbei»
Den Startschuss für den Zweikampf Obama gegen Romney hatte Santorum auf einer Pressekonferenz in Gettysburg in Pennsylvania gegeben. «Dieses Rennen ist für mich vorbei», sagte der 53-Jährige. Damit ist Romneys Nominierung auf dem Parteitag der Republikaner im August eigentlich sicher. Die verbliebenen Mitbewerber Ron Paul und Newt Gingrich haben wegen schwacher Wahlergebnisse kaum Chancen, von den Republikanern aufgestellt zu werden.

Der ultrakonservative Ex-Senator Santorum hatte sich in den drei Monaten seit Beginn der Vorwahlen zum einzig ausdauernden Widersacher von Romney entwickelt. Am Ende war er jedoch immer weiter zurückgefallen. Romney führt das Bewerberfeld mit 625 von 1144 benötigten Delegierten für den Parteitag an.

Private Sorgen
Santorum kam nicht einmal auf die Hälfte der Delegierten. Zudem drückten ihn während seines Wahlkampfes auch private Sorgen. Seine dreijährige Tochter Isabella leidet an einer schweren Behinderung und musste seit Januar mindestens zweimal mit einer lebensgefährlichen Erkrankung ins Krankenhaus. Die Sorge um sein Kind habe zu seiner Entscheidung beigetragen, aus dem Rennen auszuscheiden, deutete der Vater von sieben Kindern an. (bru, dpa)

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Dossier, Letztes Update: Freitag, 9.11.2012

Die USA haben gewählt

Barack Obama kann vier weitere Jahre regieren. Nach einem spannenden Kopf-an-Kopf-Rennen schlug der Demokrat seinen republikanischen Herausforderer Mitt Romney erstaunlich deutlich. Der Wahlkampf war lang und heftig und der teuerste in der Geschichte.


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