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Dienstag, 31.7.2012

Romneys Europa-Tour mit peinlichen Patzern

Präsidentschaftskandidat Mitt Romney hat zum Abschluss seiner Europareise die Unterstützung Polens für die Militäraktionen im Irak und in Afghanistan hervorgehoben. Zuvor machte er vor allem durch eine Reihe von Patzern von sich reden.

Mitt Romney mit seiner Frau Ann in Warschau. (Reuters)

Mitt Romney - von Fettnapf zu Fettnapf durch Europa

Beitrag aus Echo der Zeit vom Dienstag, 31.7.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

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Am letzten Tag seiner Reise nach Europa und Israel hat der republikanische US-Präsidentschaftskandidat Mitt Romney Polen als einen der «Stützpfeiler der Nato» gelobt. Er sprach in seiner Rede in der Warschauer Universitätsbibliothek auch von der «Familie der Demokratie», in der Polen und die USA vereint seien. Die Loyalität der Polen sei auch eine Verpflichtung für die USA: «Wir müssen denen die Treue halten, die Amerika treu sind.»

Am Montag hatte Romney in der nordpolnischen Hafenstadt Danzig den polnischen Ministerpräsidenten Donald Tusk und Friedensnobelpreisträger Lech Walesa getroffen. «Wir denken sehr ähnlich», sagte Walesa nach seinem Treffen mit Romney.

Reiseziele wahlkampfstrategisch ausgewählt
Der Gegenkandidat von US-Präsident Barack Obama hatte vor Beginn seiner Europareise mehr Aufmerksamkeit für die angeblich vernachlässigten Polen und Tschechen gefordert - nicht zuletzt mit Blick auf die mehreren Millionen Wähler polnischer Herkunft. Die traditionell konservativen Amerikaner mit polnischen Vorfahren unterhalten häufig enge Beziehungen zur alten Heimat.

In Polen selbst sehen sich die meisten Politiker traditionell eng mit den USA verbunden. Anders als viele europäische Staaten unterstützte Polen die US-Militäraktion gegen den Irak.

In Polen ohne Pannen
Der Besuch in Polen ging abgesehen von einigen Obama-Sprechchören in Danzig reibungslos vorüber. Doch die eigentlich als Erfolgstour geplante Reise, die wichtige Wählergruppen zu Hause in den USA beeindrucken sollte, wurde von einer Reihe von Pannen überschattet.

Einige Äusserungen während seiner Aufenthalte in Grossbritannien und Israel sorgten für Verwirrung und Widerspruch.

So hatte er zum Auftakt seiner Reise in Grossbritannien die Olympia-Gastgeber brüskiert, indem er ihre Organisationsfähigkeit und ihren Enthusiasmus in Frage stellte.

In Israel hatte Romney die Palästinenser verärgert, weil er unter anderem Jerusalem als «Hauptstadt Israels» bezeichnete. Dabei ist Israels Annexion des arabischen Ostteils von Jerusalem international nicht anerkannt. Auch die US-Botschaft befindet sich deshalb in Tel Aviv. (wedj, sda/dpa)

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