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Dienstag, 28.8.2012

Gegenwind für Romney

Die US-Republikaner rüsten sich zur Entscheidung. Ihr Parteitag in Tampa in Florida kürt Romney zum Präsidentenkandidaten. Der muss nicht nur Obama schlagen, sondern zuerst seine Partei einen.

Der erwartete Hurrikan «Isaac» stiehlt Mitt Romney die Show. (Keystone)

Mitt Romney hat gute Chancen gegen Präsident Obama

Seit Monaten ist der Republikaner quer durch die USA unterwegs, hat alle Mitkonkurrenten überholt und setzt nun an zum Sprung ins Weisse Haus. Mit welchen Chancen?

Beitrag aus Echo der Zeit vom Dienstag, 28.8.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

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Der Präsidentenwahlkampf in den USA tritt in die heisse Phase. Der Parteitag der Republikaner nominiert Ex-Gouverneur und Multimillionär Mitt Romney zum Präsidentschaftskandidaten. Er soll am 6. November Amtsinhaber Barack Obama besiegen.

Zugleich steht das Parteitags-Spektakel in Tampa im Bundesstaat Florida aber weiterhin im Schatten von Tropensturm «Isaac», der mittlerweile zum Hurrikan hochgestuft wurde: Das Unwetter verdrängt Romney und die Republikaner aus den Schlagzeilen.

Hurrikan wirbelt Parteitagsplanung durcheinander
Bis Dienstagabend oder Mittwochmorgen dürfte der Hurrikan auf die südliche US-Golfküste in Louisiana treffen - fast auf den Tag sieben Jahre nach Hurrikan «Katrina», der damals Tod und Verwüstung in die dortige Metropole New Orleans gebracht hatte.

Kommentatoren meinen, dass Parteitagsspektakel könnte bei einer erneuten Katastrophe nicht weitergehen.

Unklar ist, ob Romney selbst schon heute beim Parteitag auftritt. Seine grosse Nominierungsrede wird erst zum Abschluss am Donnerstag erwartet. Der Parteitag beginnt am Dienstag um 20.00 Uhr mitteleuropäischer Sommerzeit. Der Akt der offiziellen Nominierung dürfte sich hinziehen, da jeder Staat sein Votum abgibt.

Noch viel zu tun
Für Romney kommt es in Tampa darauf an, sein Images zu verbessern. Die Parteitagsstrategen haben daher eigens seine Ehefrau Ann auf die Redeliste gesetzt. Sie soll Romney als liebenswerten, sympathischen Menschen darstellen. In der Öffentlichkeit wirkt Romney ansonsten eher hölzern und verschlossen.

Ausserdem hat Romney die Aufgabe, die verschiedenen Flügel der Partei zu versöhnen und zu vereinen. Vor allem im Lager des Radikalliberalen Ron Paul, der bei den Vorwahlen ausgeschieden war, wurde am Rande des Parteitags offene Unzufriedenheit geäussert.

Die Parteiführung wolle die Ron-Paul-Fraktion ausgrenzen, sagte mehrere Anhänger der Nachrichtenagentur dpa. Auch die populistische Tea-Party-Bewegung steht nicht völlig geschlossen hinter Romney. (wedj;basn, dpa)

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