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Freitag, 2.11.2012

Obama und Romney: Kopf an Kopf

Nur zwei Stellen hinter dem Komma trennen nach einer jüngsten Umfrage Barack Obama und Mitt Romney im Rennen ums Weisse Haus. Am letzten Wochenende vor der Wahl könnten schon Kleinigkeiten den Ausschlag geben.

Hauchdünn auseinander: Mitt Romney und Barack Obama liegen in den Umfragen gleichauf, politisch sind sie aber weit auseinander. (Keystone)

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Wenige Tage vor der US-Präsidentenwahl hat Herausforderer Mitt Romney die gestiegene Arbeitslosigkeit zum Frontalangriff auf Amtsinhaber Barack Obama genutzt. «Die Arbeitslosigkeit heute ist höher als an dem Tag, als er ins Amt kam. Das muss man sich mal vorstellen», sagte der in Umfragen praktisch gleichauf liegende Republikaner bei einer Kundgebung im Bundesstaat Wisconsin. Derweil sorgte die Unterstützung des New Yorker Bürgermeisters Michael Bloomberg für Obama in den USA für Spekulationen.

Bloomberg lobt Obama
Der einst republikanische und seit 2007 parteilose Bloomberg hatte am Donnerstag Obamas Reaktion auf den Sturm «Sandy» gelobt. Der Amtsinhaber sei am besten geeignet, den Herausforderungen des Klimawandels gerecht zu werden, der solche Unwetter auslöse, betonte der Multimilliardär.

Experten hielten es für möglich, dass die Empfehlung noch unentschiedene Wähler auf die Seite des Demokraten ziehen könnte. Zuvor hatte schon der republikanische Gouverneur von New Jersey, Chris Christie, nur positive Worte für den Katastropheneinsatz des Präsidenten gefunden. Christie gilt als Top-Unterstützer für Romney.

Romney prescht auf Obama ein
Der Herausforderer bei der Wahl am 6. November ging derweil mit neuen Angriffen gegen den Demokraten in den Endspurt. «Echter Wandel wird nicht in Worten gemessen. Echter Wandel wird in Taten gemessen. Vor vier Jahren hat der Kandidat Obama so viel versprochen. Und er hat so wenig davon gehalten», sagte Romney.

Die Rede sollte laut seinen Beratern die abschliessenden Argumente des Geschäftsmannes nach eineinhalb Jahren Wahlkampf liefern. Er nannte aber keine neuen Details zu seinem Regierungsprogramm, sondern erläuterte ausführlich, warum die Wirtschaftspolitik Obamas gescheitert sei.

Arbeitsmarktbericht mit unterschiedlichen Zeichen
Der letzte Arbeitsmarktbericht vor der Wahl lieferte allerdings kein klares Bild von der wirtschaftlichen Lage. Die Erwerbslosenquote stieg im Oktober leicht auf 7,9 Prozent nach 7,8 Prozent im September. Zugleich wurden aber binnen Monatsfrist 171'000 neue Stellen geschaffen – wesentlich mehr, als Experten erwarteten.

Ökonomen sprachen von Zeichen für Optimismus. Vor allem die Konsumlaune habe sich verbessert. «Die Unternehmen haben im Oktober mehr Menschen eingestellt als in den vergangenen acht Monaten», betonte Obama bei einem Wahlkampf-Auftritt im Bundesstaat Ohio.

Beide liegen gleichauf
Das Rennen um die Präsidentschaft ist weiter völlig offen: Nach einer neuen Umfrage der «Washington Post» und des TV-Senders ABC ging Obama mit einem hauchdünnen Vorsprung von 0,07 Prozentpunkten vor Romney in das letzte Wahlkampf-Wochenende. Auch fast jede andere Erhebung blieb innerhalb der statistischen Fehlerwahrscheinlichkeit.

Um das Rennen doch drehen zu können, wollten sich Obama und Romney auf die besonders heiss umkämpften Bundesstaaten konzentrieren, die die Wahl entscheiden könnten. Die Terminpläne sahen zahlreiche Auftritte etwa in Ohio, Virginia oder Wisconsin vor. (prus, reuters)

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Bloomberg empfiehlt Obama zur Wahl – wegen dessen Engagement gegen den Klimawandel. (Ralph Sina, 2.11.2012)
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