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  • Fluglärmstreit mit Deutschland
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Dienstag, 3.7.2012

Mehr Anflüge, weniger Abflüge über der Ostschweiz

Vor allem die Ostschweiz muss durch die Einigung im Fluglärmstreit mit mehr Fluglärm rechnen. Jakob Stark vertritt als Thurgauer Regierungsrat die Stimme der Ostschweizer Kantone. Er befürwortet den Kompromiss und fordert einen fairen Ausgleich.

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Gestern erreichte Bundesrätin Doris Leuthard mit den deutschen Gesprächspartnern eine Einigung im Fluglärmstreit. Nun muss diese Einigung in der Schweiz umgesetzt werden. Es trifft vor allem die Ostschweiz, die 20'000 Anflüge mehr in Kauf nehmen muss.

Es gehe nun darum, eine innenpolitische Lösung zu suchen, sagte Stark, SVP-Regierungsrat des Kantons Thurgau gegenüber Schweizer Radio DRS. «Es gibt die Zusage von Doris Leuthard, dass wir die zusätzlichen Anflüge mit einem fairen Ausgleich kompensieren.» Das bedeute,  mehr Anflüge über den Osten, aber weniger Abflüge.

In der Ostschweiz werde damit gerechnet, dass sie ab Inkrafttreten der neuen Regelung morgens keine Anflüge mehr haben werde. Dafür würden abends ab 18 Uhr insgesamt 20'000 Anflüge mehr erwartet. Stark sagt dazu: «Es ist eine ganz wichtige Bedingung für uns, dass man die Zahl der Abflüge nach Osten reduziert. Es muss ein Nullsummenspiel sein.»

Abflüge über dem Süden
Wenn der Süden am Morgen entlastet werde, «ist es ganz klar», so Stark als Vertreter der Ostschweiz, dass der Süden zu einer anderen Tageszeit belastet werden müsse. Die Ostschweiz fordere denn auch Abflüge über dem Süden.

Es widerstrebe ihm, wenn nun alle Regionen an dem ausgearbeiteten Vertrag nur das Negative sehen würden. Es sei zwar richtig, meint der Regierungsrat, dass die Ostschweiz abends mehr belastet werden, aber wenn es ausgeglichen werde durch weniger Abflüge, gebe dies auch eine Entlastung für die Bevölkerung.  Innenpolitisch sei es wichtig, dass eine gute Verteilung des Fluglärms hinbekommen werde, sagt Stark. (lin;bru)

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Der Thurgauer Regierungsrat Jakob Stark zu der Lösung im Fluglärmstreit.
Hören (1:54)

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