Sarkozy wirft Opposition Schlammschlacht vor
Nicolas Sarkozy wehrt sich gegen die Angriffe der Opposition. (Keystone)
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Von Frankreichkorrespondent Ruedi Mäder
Seit der Affäre Bettencourt wird vermutet, Präsident Nicolas Sarkozy habe im letzten Wahlkampf im Jahr 2007 von der Milliardenerbin des Loreal-Konzerns illegale Spenden angenommen. Immer wieder gab es Anspielungen, entsprechende Titelgeschichten in den Zeitungen.
Sarkozy: keine illegale Finanzierung
Jetzt ging Sarkozy zum Gegenangriff über: Er beschuldigte die Opposition, vor der Wahl eine Schlammschlacht zu führen. Das sei klassisch, das überrasche niemanden. Laut Sarkozy sind seine Wahlkampfabrechnungen von allen zuständigen Instanzen kontrolliert und gutgeheissen worden. Es habe keine illegale Finanzierung gegeben.
Doch der zuständige Untersuchungsrichter in Bordeaux hat konkrete Hinweise, dass Sarkozys Kassenwart Eric Woerth im Hause Bettencourt Briefumschläge mit grösseren Geldsummen übergeben wurden.
Ein Buchhalter sitzt seit Tagen in Beugehaft. Und viele Franzosen sind überzeugt, dass Nicolas Sarkozy allen Dementis zum Trotz, vor fünf Jahren mit faulen Tricks gespielt hat. (basn;mz)
