Sarkozy holt auf
Nicolas Sarkozy liebt die grossen Gesten. (Keystone)
- Donnerstag, 17.5.2012: Hollandes Regierung löst ihr erstes Versprechen ein
- Mittwoch, 16.5.2012: Hollandes neue Regierung steht
- Mittwoch, 16.5.2012: Merkel und Hollande betonen Partnerschaft
- Dienstag, 15.5.2012: Ayrault wird Hollandes Premierminister
- Freitag, 11.5.2012: Hollande legt sein Vermögen offen
- Montag, 7.5.2012: «Ein grosser Sieg der französischen Demokratie»
- Montag, 7.5.2012: Merkel: Fiskalpakt steht nicht zur Disposition
- Montag, 7.5.2012: Machtwechsel: Sarkozy geht, Hollande kommt
Eine Woche vor der Entscheidung bei der Präsidentenwahl in Frankreich liegt Nicolas Sarkozys sozialistischer Herausforderer François Hollande in Umfragen weiter vorn. Nach neusten Zahlen des Instituts LH2 würde Hollande die Stichwahl derzeit mit 54 Prozent der Stimmen klar gewinnen. Sarkozy würde nur auf 46 Prozent kommen.
Abstand verkleinert sich
Die Meinungsforscher wiesen allerdings darauf hin, dass der Abstand zwischen den beiden Kontrahenten zuletzt deutlich schrumpfte. Bei der vorangegangenen Befragung vor rund einer Woche hatte er noch bei zwölf Prozentpunkten gelegen, jetzt sind es nur noch acht. Eine ähnliche Tendenz hatte bereits am Freitag ein anderes Institut gesehen.
Le Pens Wähler mehrheitlich für Sarkozy
Sarkozy hatte bei jüngsten Wahlkampfauftritten betont, dass er bis zur letzten Sekunde um eine zweite Amtszeit kämpfen werde. Er erhofft sich in der Stichwahl am 6. Mai vor allem Wählerstimmen der im ersten Wahlgang ausgeschiedenen Rechtspopulistin Marine Le Pen.
Nach der LH2-Umfrage beabsichtigen 45 Prozent ihrer Anhänger den amtierenden Präsidenten zu wählen, nur 20 Prozent sind für Hollande.
Geld von Ghadhafi?
Eines der beherrschenden Wahlkampf-Themen am Wochenende war ein Bericht des linksgerichteten Online-Magazins Mediapart. Es präsentierte einen angeblichen Beweis dafür, dass der frühere libysche Machthaber Muammar al-Gadhafi vor fünf Jahren den ersten Wahlkampf von Sarkozy unterstützt haben könnte.
Sarkozy liess die Anschuldigungen umgehend zurückweisen. Er bezeichnete es als schändlich, dass es Journalisten wagten, Gadhafis Sohn Saif al-Islam zu trauen.
Dieser hatte das Gerücht über illegale Spenden 2011 in die Welt gesetzt. In einem Euronews-Interview nannte er Sarkozy «einen Clown, dessen Wahlkampf Libyen finanziert hat». Die libysche Führung werde demnächst Beweise für diese Zahlungen vorlegen, fügte er damals hinzu. Er sitzt heute im Gefängnis. (luek, dpa)
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