Ex-Kandidat Bayrou unterstützt Hollande
François Bayrou stellt sich auf die Seite von François Hollande. (Keystone)
- Donnerstag, 17.5.2012: Hollandes Regierung löst ihr erstes Versprechen ein
- Mittwoch, 16.5.2012: Hollandes neue Regierung steht
- Mittwoch, 16.5.2012: Merkel und Hollande betonen Partnerschaft
- Dienstag, 15.5.2012: Ayrault wird Hollandes Premierminister
- Freitag, 11.5.2012: Hollande legt sein Vermögen offen
- Montag, 7.5.2012: «Ein grosser Sieg der französischen Demokratie»
- Montag, 7.5.2012: Merkel: Fiskalpakt steht nicht zur Disposition
- Montag, 7.5.2012: Machtwechsel: Sarkozy geht, Hollande kommt
Schlechte Nachrichten für Nicolas Sarkozy: Der Präsidentschaftskandidat der Mitte, François Bayrou, wird in der Stichwahl am Sonntag für den sozialistischen Kandidaten François Hollande stimmen. Das sagte er am Donnerstagabend.
Trotz wachsender Differenzen über Sarkozys Rechtsruck im Wahlkampf hatten Beobachter überwiegend mit einer Empfehlung Bayrous für den Amtsinhaber gerechnet, da beide grundsätzlich im selben politischen Lager beheimatet sind.
Rechtskurs kritisiert
Doch Bayrou übte heftige Kritik an Sarkozys verschärftem Kurs in der Einwanderer- sowie Europa-Politik. Er kündigte an, selbst in der Stichwahl für Hollande zu stimmen. Sarkozys Linie sei brutal und widerspreche nicht nur seinen Werten, sagte Bayrou.
Bayrou, der seit Jahren vehement für eine verantwortungsvolle Finanzpolitik eintritt, war selbst zum dritten Mal als Präsidentschaftskandidat angetreten. Bei der ersten Runde der Wahl kam er mit neun Prozent aber nur auf Platz fünf und schied damit aus.
Dünne Luft für Sarkozy
Mit Bayrous Entscheidung für den Sozialisten Hollande wird die Luft für Sarkozy nun immer dünner. Um den in Umfragen führenden Hollande in der zweiten Wahlrunde am Sonntag doch noch zu übertrumpfen, müsste Sarkozy eine praktisch unmögliche Gratwanderung gelingen: Er müsste nicht nur den Grossteil von Bayrous Wählerschaft der ersten Runde überzeugen, sondern auch mehr als 80 Prozent der Wähler der rechtsextremen Marine Le Pen für sich gewinnen. Auch Le Pen verweigerte Sarkozy die Wahlempfehlung. (fors, reuters)
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