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  • Busunfall im Wallis
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Letztes Update: Donnerstag, 15.3.2012

Behörden untersuchen Ursache für Busunglück

Die Behörden gehen von drei möglichen Unfallursachen aus: ein technischer Defekt am Car, ein medizinisches Problem oder menschliches Versagen des toten Chauffeurs.

Blumen auf der Autobahnbrücke vor dem Tunnel, in dem das Busunglück passiert ist. (Keystone)

Entsetzen und Trauer nach Busunfall im Wallis

Beitrag aus Echo der Zeit vom Mittwoch, 14.3.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Tödliches Ende einer Winterferienwoche

Beitrag aus Echo der Zeit vom Mittwoch, 14.3.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Trauer in Belgien

Beitrag aus Echo der Zeit vom Mittwoch, 14.3.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

Val d'Anniviers - Traditions-Ferienort für Belgier

Beitrag aus Echo der Zeit vom Mittwoch, 14.3.2012, 18.00 Uhr, DRS 1 und DRS 4 News

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Nach dem schweren Carunfall im Wallis, bei dem 28 Menschen ums Leben kamen, fand am Mittwoch-Abend eine Medienkonferenz statt. Anwesend war der belgische Premierminister Elio Di Rupo. Neben ihm waren auch Verteidigungsminister Pieter De Crem, Finanzminister Steven Vanackere sowie der flämischen Ministerpräsidenten Kris Peeters angereist.

«Das ist ein schwerer Tag für das Land», sagte Di Rupo vor seinem Abflug in Brüssel. «Alle Belgier teilen den ungeheuerlichen Schmerz der Familien.» Die Regierung hatte zuvor entschieden, wegen des Unfalls einen Tag der nationalen Trauer zu begehen.

Bundespräsidentin Eveline Widmer-Schlumpf hat den vom schweren Carunfall betroffenen Familien im Namen des Bundesrats und der Schweizer Bevölkerung ihr Beileid ausgesprochen. Sie sei schockiert gewesen, als sie am Dienstagabend von diesem Unfall erfahren habe. «Als Mutter dreier Kinder kann ich nachfühlen, wie schmerzhaft es ist, ein Kind auf diese Weise zu verlieren», sagte die Bundespräsidentin.

Kein Fremdverschulden
Nach einer ersten Analyse der Bilder des verunfallten Cars könne ein Fremdverschulden ausgeschlossen werden, sagte Elsig. Erste Auswertungen des Fahrtenschreibers hätten gezeigt, dass der Unglücksbus nicht zu schnell unterwegs war. Eine Autopsie des toten Chauffeurs müsse nun zeigen, ob eventuell gesundheitliche Probleme im Spiel waren.

Der belgische Bus war am Dienstagabend auf der A9 im Wallis verunglückt. Warum es in dem richtungsgetrennten Tunnel zu dem Unfall kam, ist bislang noch offen. Nach bisherigen Erkenntnissen hatte der Car etwa zwei Kilometer nach der Einfahrt in den Tunnel zunächst den rechten Randstein gestreift, war dann gegen die linke Wand geprallt und von dort frontal gegen eine Nothaltestelle geschleudert worden - offenbar ungebremst.

Fahrer nicht übermüdet
An Bord des belgischen Cars waren 52 Menschen, die meisten von ihnen Kinder. Sie waren auf der Heimreise aus den Skiferien. Bei dem Unfall starben 22 Kinder und alle 6 Erwachsenen. Unter den Toten sollen zehn niederländische Kinder gewesen sein, die in Belgien zur Schule gingen. Nach den Worten von Belgiens Premier Di Rupo waren auch ein Deutscher und ein Pole unter den Todesopfern.

Das Wrack des Busses ist inzwischen aus dem Tunnel zur Polizei nach Siders gebracht worden und soll dort nun untersucht werden. Der Tunnel gilt als sicher. Auch Mutmassungen, der Fahrer könne übermüdet gewesen sein, scheinen wenig wahrscheinlich. Nach Angaben der belgischen Behörden waren die beiden Fahrer am Vortag im Val d'Anniviers eingetroffen. Sie hätten den Dienstag vor Ort verbracht, «es scheint, dass also die Vorschriften über die Ruhe- und Fahrzeit eingehalten wurden.» Der Unfall ereignete sich kurz nach der Abfahrt.

Busvorderteil vollkommen zerfetzt
Den hunderten Einsatzkräften bot sich nach eigenen Angaben an der Unfallstelle ein Bild des Schreckens. Der vordere Teil des gelb-roten Reisebusses wurde bei dem Aufprall zerfetzt. Rettungskräfte mussten die Seitenteile des zerquetschten Fahrzeugs aufschneiden, um die Opfer aus dem Bus zu bergen.

Zwar waren die Kinder nach Angaben von Elsig wohl angeschnallt. Sie seien aber vermutlich losgerissen worden beim Aufprall. «Der Zusammenprall war so gewaltig, dass es die Sitze aus der Verankerung gerissen hat. Aber angeschnallt oder nicht, das hätte jetzt nicht viel geändert für die Kinder, die bei dem Unfall ums Leben gekommen sind», sagte Elsig.

Die Verletzten wurden mit Hubschraubern und Rettungsfahrzeugen in Krankenhäuser gebracht. Sanitäter, Polizei und Feuerwehrleute waren stundenlang im Einsatz. Die Belastung war den insgesamt 200 Helfern auch am Morgen danach anzusehen. Nicht wenige hatten Tränen in den Augen.

Mit einem Airbus flogen 116 Angehörige in die Schweiz. Während einige schon am Morgen einen erlösenden Anruf von ihrem Kind bekommen hatten, war für andere zunächst unklar, ob ihr Kind eines der schwersten Busunglücke in der Schweizer Geschichte überlebt hatte. Belgiens Premier Di Rupo kündigte einen nationalen Tag der Trauer an. Nach belgischen Angaben gehörten zwei weitere Busse zu dem Konvoi. Diese seien aber nicht in den Unfall verwickelt gewesen und hätten ihre Fahrt fortgesetzt. (ank, fors, basn, dpa/sda)

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Audio-Beiträge:


Die Rettungsmassnahmen nach dem Unfall. (This Wachter, 14.3.2012)
Hören (1:25)

Wirtschaftsredaktor Manuel Rentsch über den belgischen Reiseveranstalter Intersoc. (Christina Scheidegger, 14.3.2012)
Hören (2:08)

Michael Müller vom Bundesamt für Strassen über die Sicherheit im Tunnel. (Géraldine Eicher, 14.3.2012)
Hören (1:43)

Verantwortlich für diesen Beitrag:

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