Deutsche CS-Kunden im Visier der Steuerfahnder
Filiale der Credit Suisse in Frankfurt. (Reuters)
Von Wirtschaftsredaktorin Eveline Kobler
Steuerfahnder haben in Deutschland bei Kunden der Credit Suisse Hausdurchsuchungen durchgeführt. Woher die deutschen Behörden dieses Mal ihre Informationen über mögliche Steuerhinterzieher haben, ist nicht klar.
Klar ist: Eine ganze Reihe von Kunden der Credit Suisse haben in Deutschland jüngst Besuch von Steuerfahndern bekommen. Laut der Zeitung «Handelsblatt» sollen rund 7000 Kunden betroffen sein.
«Legale» Produkte
Sie sollen Anlagekonti bei der CS in steuerbegünstigte Lebensversicherungs-Mäntel gesteckt haben. Um Steuern zu sparen - oder, so der Vorwurf, auch um Steuern zu hinterziehen.
Die Credit Suisse beteuert, dass diese Lebensversicherungs-Produkte legal seien. Zudem hätten die Kunden allesamt unterschrieben, dass er oder sie die «Steuersituation», wie es heisst, selber klären müsse.
Noch kein Steuerabkommen
Doch das schützt offenbar weder die Bank noch die Kunden vor Steuer-Razzien. Die jüngsten Razzien kommen für die Schweizer Banken in einem denkbar ungünstigen Moment.
Ist doch das von den Finanzministern Schäuble und Widmer-Schlumpf ausgehandelte Steuerabkommen in Deutschland nach wie vor nicht unter Dach und Fach. Die die jüngsten Vorwürfe an die Adresse der CS sind Wasser auf die Mühlen der Gegner dieses Abgeltungs-Steuerabkommens. (fors;pet)
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