Abstimmung: Nein-Trend bei allen Vorlagen
Die Gegner der Managed Care-Vorlage punkten offenbar bei der Bevölkerung. (Keystone Archiv)
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Für die Erhebung hat das Forschungsinstitut GFS Bern 1403 repräsentativ ausgewählte Stimmberechtigte mit Wohnsitz in der Schweiz befragt. 700 Personen wurden in der Deutschschweiz interviewt, 402 in der Romandie sowie 301 in der italienischsprachigen Schweiz. Die Umfrage fand zwischen dem 25. Mai und dem 2. Juni 2012 statt. Der statistische Stichprobenfehler beträgt +/- 2,7 Prozentpunkte.
Die Eidgenössischen Vorlagen, über die am 17. Juni abgestimmt wird, haben einen schweren Stand: Wäre Ende Mai abgestimmt worden, wären die Managed Care-Vorlage und die Staatsvertrags-Initiative gescheitert. Weniger deutlich ist das Ergebnis bei der Bauspar-Initiative, aber auch hier zeichnet sich ein Nein ab. So das Ergebnis der zweiten GFS-Umfrage im Auftrag der SRG SSR.
Klares Nein zur Staatsvertrags-Initiative
Am ausgeprägtesten ist die Meinungsbildung bei der Volksinitiative «Staatsverträge vors Volk»: Sie wäre von 55 Prozent der Stimmenden abgelehnt worden («bestimmt» bzw. «eher» abgelehnt). Überdurchschnittlich hoch ist die Ablehnung bei Wählerinnen und Wählern der SP, der Grünen und der FDP.
Unter der CVP-Wählerschaft hat die Initiative an Sympathie gewonnen, aber auch dort zeichnet sich gemäss GFS-Umfrage ein Nein ab. Einzig die SVP-Wähler würden mehrheitlich Ja sagen zum Volksbegehren der rechtsbürgerlichen Auns.
Kaum Unterstützung für Managed Care-Vorlage
Negativ entwickelt hat sich auch das Meinungsbild bei der Managed Care-Vorlage: Unterdessen sind 60 Prozent der Stimmenden dagegen. Die Tendenz zum Nein zeigt sich bei Wählerinnen und Wählern aller Parteien, sogar bei jenen der FDP.
Offiziell befürwortet nur noch die FDP die Managed Care-Vorlage. SVP und BDP haben zu Beginn des Abstimmungskampfes vom Ja- ins Nein-Lager gewechselt. Dieser Schwund an offizieller Unterstützung habe die Wählerschaft verunsichert, sagt Claude Longchamp vom GFS-Forschungsinstitut.
Eher unklare Verhältnisse bei der Bauspar-Initiative
Am ehesten noch ausgeglichen ist das Meinungsbildung bei der Volksinitiative «Eigene vier Wände dank Bausparen». Ende Mai wäre sie von 45 Prozent abgelehnt worden, während 42 Prozent dafür gewesen wären. Der Trend geht gemäss GFS aber auch hier in Richtung Nein. (smus)
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