Nokia streicht 10'000 Jobs
Der einst führende Handy-Konzern Nokia droht den Anschluss an die Smartphone-Zeit zu verpassen. (Keystone Archiv)
Der finnische Konzern Nokia rechnet in seiner Mobiltelefon-Sparte mit noch höheren Verlusten. Bis Ende 2013 sollen weltweit 10‘000 Jobs abgebaut sein, teilte der Konzern mit. Es würden zusätzliche Restrukturierungskosten von einer Milliarde Euro anfallen.
Der Plan ist, den Fokus auf die neuen Smartphones der Marke Lumia und verwandte Angebote zu schärfen. Dafür gibt es die Kürzungen bei anderen Geschäftsbereichen.
Tiefrote Zahlen im zweiten Quartal
Nokia steckt in roten Zahlen fest und muss dringend die Kosten senken. In der Sparte «Devices und Services» werde die operative Marge im zweiten Quartal noch schlechter ausfallen als die minus drei Prozent, die es im ersten Quartal gegeben habe.
Umbau im Führungsteam
Mit der neuen Strategie geht auch ein breit angelegter Umbau des Führungsteams einher. Es gehen Marketingchefin Jerri DeVard, Handy-Chefin Mary McDowell und Niklas Savander als Zuständiger für Märkte.
Von der Konkurrenz überholt
Nokia war lange Marktführer im Geschäft mit einfachen Handys und auch Computer-Handys, wurde aber von Apple mit seinem iPhone und vor allem Samsung überholt. Auch die Lumia-Smartphones mit dem Microsoft-Betriebssystem Windows Phone erwischten im vergangenen Herbst einen mässigen Start. (bat, dap/reuters)
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