Bei Google sind nicht alle gleich
«Einstein» nimmt Google unter die Lupe
Dass Google einen Verlauf der Suchabfragen eines jeden Benutzers anlegt, ist allgemein bekannt. Seit einiger Zeit nutzt die Suchmaschine diese Informationen auch dafür, die Suchergebnisse für die einzelnen User zu optimieren. Beim identischen Suchbegriffen liefert Google unterschiedliche Resultate aufgrund der unterscheidlichen Such-Verläufen.
ETH Experiment schafft Klarheit
Im Rahmen der Spezial-Sendung rund um Google konnte «Einstein» diese Personalisierung belegen (SF1, 31.5., 21.00). Thomas Heinis, Informatik-Ingenieur der ETH Lausanne, lässt in einem Experiment zwei fiktive Personen mit unterschiedlichen Interessen und mit einem Google-Profil googeln. Bereits nach 100 Suchen liefert Google personalisierte Suchresultate.
Die Filter-Blase
Als Folge davon leben viele Internet-Benutzer in ihrer selbstgemachten «Filter-Blase». Basierend auf ihrer Such-Historie, werden dem User passende Links und Werbung angezeigt. Was auf den ersten Blick logisch klingt, birgt soziale und politische Gefahren. Dinge, die uns weniger interessieren oder die unserer Meinung widersprechen, werden ausgeblendet. Je mehr Gewicht solche Filter-Algorithmen bekommen, desto verzerrter wird das Bild, das die Online-Welt von der Wirklichkeit darstellt.
Kontrolle dank Dashboard
Google gewährt seinen Nutzern ein Stück weit Kontrolle über die gespeicherten Daten. Im Google Dashboard kann jeder Benutzer mit einem Google-Konto seinen Suchverlauf einsehen und bearbeiten. Bei Bedarf lässt sich dort auch die gesamte Such-Historie auf einmal löschen.
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