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Mittwoch, 11.7.2012

Erweitern? Nein. Reparieren? Naja. Rezyklieren? Vielleicht.

Dünner, leistungsfähiger, schöner: Das Design von mobilen Geräten wie Smartphones, Tablets und Laptops ist wichtiger denn je. In der Folge werden sie auch immer schwieriger zu reparieren und zu rezyklieren.

Weder erweiter- noch rezyklierbar: Neue Laptops, wie das Retina MacBook Pro von Apple

Dass müde Akkus bei gewissen Smartphone-Modellen nicht mehr so einfach gegen neue ausgetauscht werden können wie früher, daran haben wir uns bereits gewöhnen müssen. Mittlerweile kommen aber auch grössere und teurere Geräte auf den Markt, deren einzelne Komponenten kaum mehr ausgetauscht werden können. So lassen sich gewisse Laptop-Modelle nach dem Kauf nicht mehr mit zusätzlichem Speicher aufrüsten (weder RAM noch SSD!). Und die Innereien sind so eng integriert, dass sie sich kaum mehr reparieren lassen: Bei einem Defekt eines einzelnen Bestandteils muss häufig das komplette Gerät ausgetauscht werden.

Schlechter haltbar, schlechter rezyklierbar
Nicht nur dürften solche Modelle schneller obsolet werden, weil sie rascher an Speichergrenzen stossen oder weil die Reparatur zu teuer kommt. Auch das Rezyklieren danach gestaltet sich schwieriger, da darin oft unterschiedliche Materialien wie Glas und Aluminium miteinander verleimt werden und mechanisch kaum noch aufzutrennen sind.

Ein Kriterium beim Kaufentscheid
Wie lange soll ein neues Gerät halten? Eine Frage, die wir uns beim Kauf wohl zu selten stellen. Bei einem teuren Gerät, das nicht erweitert werden kann, erhält diese Frage mehr Gewicht.

Die Kunden sind offenbar bereit, Geräte zu kaufen, die nicht verändert werden können. Damit erklären sie sich einverstanden, in zwei, drei Jahren ein neues Gerät zu kaufen - und fördern den Trend. Wer einen Laptop nachträglich aufrüsten und leichter reparieren will, muss sich für einen weniger eleganten entscheiden. Sonst darf man sich nicht beschweren, sollten solche Geräte einst der Vergangenheit angehören.

Lucius Müller

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