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Dienstag, 24.7.2012

Die SIM, der Schlüssel zum Netz

Erst mit der SIM-Karte wird das Handy zum persönlichen Gegenstand mit eigener Telefonnummer. Seit es GSM-Telefone gibt, ist die Chip-Karte deshalb nicht mehr wegzudenken. In den letzten Jahren ist sie immer mehr geschrumpft.

Die klassische SIM des ersten Jahrzehnts im neuen Jahrhundert. Sie wird immer mehr abgelöst durch die kleinere Micro SIM.

Als die ersten GSM-Handys in den 90er Jahren auf den Markt kamen, waren SIM Karten noch so gross wie eine Kreditkarte. Der eigentliche Chip war zwar nur unwesentlich grösser als heute, aber damit das Handy funktionierte, musste der Benutzer die komplette Karte in einen riesigen Schlitz unten am Gerät schieben.

Bald war klar, dass der Kunstoff um den Chip herum eigentlich überflüssig ist - die ersten SIM-Karten mit dem Chip zum Herausbrechen kamen auf den Markt und blieben - bis Apple im iPhone 4 die Micro SIM einführte - mit noch weniger Plastik. Dennoch hat auch die Micro SIM noch einige Millimeter überflüssigen Rand um den Chip herum, so dass gemunkelt wird, dass beim nächsten iPhone der definitive Schritt kommt, die Nano SIM. Sie wird nur noch aus dem Chip bestehen - ohne Plastikränder.

Schön für die Handydesigner, die ein wenig mehr Platz für anderes haben in ihren Geräten, etwas mühsam für die Kunden, die wieder eine neue SIM-Karte benötigen.

Für die meisten wird derzeit aber der Umstieg auf die Micro SIM im Vordergrund stehen. Neben dem iPhone 4 setzt nun auch Samsung im Galaxy S3 auf die kleinere Karte. Die Netzbetreiber liefern neue Karten als Euro-SIM aus, dass der Benutzer sie entweder als grosse Variante oder als Micro SIM einsetzen kann - einmal mehr mit dem Prinzip Herausbrechen.

Wer eine vorhandene SIM in eine Micro-Variante (EURO-SIM) umwandeln will, kann dies bei seinem Handynetzbetreiber im Shop oder per Post tun. Bei Orange und Swisscom kostet dies nichts, Sunrise verlangt 40.- Franken.

Mobilezone bietet seinen Kunden an, eine normale SIM-Karte in eine Micro-SIM ausstanzen zu lassen. Wer ein Gerät bei Mobilezone gekauft hat und dies belegen kann mit einer Quittung, erhält den Service gratis. Alle anderen bezahlen dafür 20.- Franken.

Wer keine Zeit hat in einen Shop zu gehen weil er beispielsweise schnell vor den Ferien eine bereits vorhandene SIM-Karte eines ausländischen Netzbetreibers verkleinern muss, kann seine SIM auch selber auf Micro trimmen. Das Video unten zeigt, wie. Und unter dem Video gibt's die Schablone dazu. Achtung: Das Schneiden um den Chip herum erfordert ein wenig Geschick. Auf keinen Fall in den Chip hinein schneiden, sonst ist dieser unter Umständen kaputt.

Reto Widmer

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