Facebook ist nun 50 Milliarden Dollar wert
Die Grossbank Goldman Sachs hat sich laut US-Medienberichten an der Online-Plattform Facebook mit 450 Millionen Dollar beteiligt. Der Wert von Facebook steigt damit nach Berechnung der «New York Times» auf rund 50 Milliarden Dollar.
Hochgerechneter Gesamtwert
In nur sechs Jahren wäre damit aus Facebook eines der wertvollsten Unternehmen der Welt geworden. Nach der Berechnung übersteigt Facebook den Wert von etablierten Internet- und Medienfirmen wie Ebay, Yahoo oder Time Warner. Die Bewertung beruht auf einer neuen Investitionsrunde, über die die US-Zeitung «New York Times» berichtete.
Goldman Sachs für Börsengang in Pole-Position
Die US-Bank Goldman Sachs soll demnach mit 450 Millionen Dollar bei Facebook eingestiegen sein. Die russische Investmentfirma Mail.ru (früher Digital Sky Technologies) soll weitere 50 Millionen investiert haben, nachdem sie bereits früher eine halbe Milliarde Dollar in Facebook gesteckt hatte. Die «New York Times» berief sich auf eingeweihte Personen. Die Firmen äusserten sich nicht zum Bericht.
Als Teil der Abmachung werde Goldman Sachs weitere 1,5 Milliarden Dollar von verschiedenen Geldgebern einsammeln, hiess es weiter. Damit habe sich das Unternehmen eine starke Position für den Facebook-Börsengang verschafft - für Banken ein lukratives Geschäft.
Zuckerbergs Vermögen verdoppelt
Mit dem Deal könnte sich das Vermögen von Facebook-Gründer Mark Zuckerberg verdoppelt haben, schrieb die Zeitung. Es war jüngst vom Magazin «Forbes» auf 6,9 Milliarden Dollar geschätzt worden. Damals wurde Facebook mit 23 Milliarden Dollar bewertet. Zuckerberg besitzt etwa ein Viertel der Facebook-Aktien.
Facebook muss Umsatz und Gewinn nicht veröffentlichen, weil es in Privatbesitz ist. US-Medien spekulierten, dass der Erlös 2010 bei 2 Milliarden Dollar liege. Mit der neuen Finanzspritze hat das Netzwerk seit seiner Gründung im Februar 2004 mehr als 1,2 Milliarden Dollar Kapital erhalten.
Der Börsenaufsicht sind die Hände gebunden
Zunehmend interessiert sich laut Medienberichten aber auch die US-Börsenaufsicht SEC für den Handel mit Anteilen von Facebook und anderen boomenden Internetfirmen wie Twitter.
Die privaten Jungunternehmen unterliegen auch Veröffentlichungspflichten, wenn sie mehr als 500 Anteilseigner aufweisen. Diese Pflicht könnte umgangen werden, befürchtet demnach die SEC.
Gesamtwert noch höher?
Aktien nicht öffentlich notierter Unternehmen wie Facebook oder Twitter können in den USA an privaten Börsen gehandelt werden. Erst vor kurzem war dort eine Facebook-Aktie für 25 Dollar gehandelt worden. Der Gesamtwert des sozialen Netzwerks läge damit sogar bei fast 57 Milliarden Dollar. (pet, sda/afp/Reuters/dpa)
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