Wer sieht was? Facebook ändert seine Privatsphäre-Einstellungen
Neu: Du kannst entscheiden, ob eine Foto in deinem Profil auftaucht oder nicht
Stellt euch vor, ihr sitzt in eurem Wohnzimmer. Plötzlich hängt dort ein Bild, das ihr nicht selbst aufgehängt habt. Und auf dem ihr obendrein noch ziemlich bescheuert ausseht. So ein Wohnzimmer war bisher euer Facebook-Profil: Sobald euch jemand in einer Foto markierte, tauchte das Bild ungefragt in eurem Profil auf.
Neu sollt ihr entscheiden können, ob ihr mit der Markierung wirklich einverstanden seid. Seid ihr es nicht, wird zwar nicht die Foto selbst gelöscht, aber euer Name ist nicht mehr damit verknüpft und das Bild taucht auch nicht mehr in eurem Profil auf.
Mit wem teilt man seine Inhalte?
Damit nicht genug: Facebook hat noch weitere Verbesserungen seiner Privatsphäre-Einstellungen angekündigt. Zum Beispiel soll es einfacher werden, zu sehen, wie euer Profil von aussen – also für andere Leute ausschaut. Und ihr sollt einfacher festlegen können, mit wem ihr eure Inhalte teilt.
Statt über auf einer gut versteckten Seite festzulegen, wer zum Beispiel einen Status-Eintrag zu Gesicht bekommt, wird das nun direkt in einem Dropdown-Menu neben dem Status-Feld geregelt. Dort stehen drei Möglichkeiten zum Teilen der Inhalte zur Auswahl: Öffentlich, nur mit Freunden oder mit einer selbst festgelegten Gruppe.
Bisher nur umständlich zu handhaben
Ob Facebook mit diesen Neuerungen auf die Konkurrenz von Google+ reagiert oder ob sich das Unternehmen für den kommenden Börsengang rüstet, bei dem allfällige Klagen unzufriedener User nur stören können, sei dahingestellt.
Fest steht: Mit einer Mitgliederzahl von gut 750 Millionen kann Facebook heute nicht mehr davon ausgehen, dass jeder Nutzer genügend technische Kenntnisse hat, sich selbst um die – oft nur äusserst umständlich einzustellenden – Privatsphäre-Einstellungen zu kümmern.
Google-Blog nennt Einzelheiten
Mit den nun angekündigten Änderungen wird sichergestellt, dass auch technisch weniger versierte Benutzer nicht plötzlich mit Bildern von sich konfrontiert werden, die sie nicht einmal selbst sehen möchten.
Welche Änderungen genau geplant sind, erfahrt ihr in diesem Blog-Post von Facebook.
Jürg Tschirren
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