«Im Dunkel» von Friedrich Glauser
Glausers Erzählung aus dem Jahr 1937 ist stark autobiographisch gefärbt. Sie bezieht sich auf seine Zeit nach dem Dienst in der französischen Fremdenlegion (1921-1923): Zuerst verbrachte Glauser wenige Monate als Tellerwäscher in Paris, anschliessend arbeitete er in Belgien in einer Kohlengrube und später als Krankenwärter.
Die Erzählung kann als Versuch des Autors gelesen werden, seine Typologie des Aussenseiters und seines Selbstbilds literarisch umzusetzen. Glauser dazu: «Ich habe mir Mühe gegeben, die Leserschaft nicht zu chokieren und doch all das zu sagen, was ich zu sagen hatte, verschleiert, zwischen den Linien, aber die Gescheiteren werden es merken, die Dümmeren werden vielleicht gespannt sein.»
Die Aufnahme der leicht gekürzten Erzählung mit Werner Düggelin, dem heutigen Regie-Altmeister, entstand 1977.
