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  • «Lesung im Zwei»: Literatur zum Hören:

«Im Dunkel» von Friedrich Glauser

«Im Dunkel» erzählt die Geschichte des Aussenseiters Frédéric, der 1923 - nach seiner Entlassung aus der Fremdenlegion - neu Fuss zu fassen versucht. DRS 2 stellt den Schlüsseltext von Friedrich Glauser als Lesung in sechs Teilen vor.

Glausers Erzählung aus dem Jahr 1937 ist stark autobiographisch gefärbt. Sie bezieht sich auf seine Zeit nach dem Dienst in der französischen Fremdenlegion (1921-1923): Zuerst verbrachte Glauser wenige Monate als Tellerwäscher in Paris, anschliessend arbeitete er in Belgien in einer Kohlengrube und später als Krankenwärter.

Die Erzählung kann als Versuch des Autors gelesen werden, seine Typologie des Aussenseiters und seines Selbstbilds literarisch umzusetzen. Glauser dazu: «Ich habe mir Mühe gegeben, die Leserschaft nicht zu chokieren und doch all das zu sagen, was ich zu sagen hatte, verschleiert, zwischen den Linien, aber die Gescheiteren werden es merken, die Dümmeren werden vielleicht gespannt sein.»

Die Aufnahme der leicht gekürzten Erzählung mit Werner Düggelin, dem heutigen Regie-Altmeister, entstand 1977.

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Lesung vom Dienstag, 3.8.2010, 15.03 Uhr, DRS 2

«Im Dunkel» von Friedrich Glauser (1/6)

Fünf Jahre nach dem grossen Krieg. Nach seiner Entlassung aus der Fremdenlegion arbeitet Frédéric, der Ich-Erzähler, seit kurzem als Plongeur (Tellerwäscher) im «Hôtel Suisse» in Paris; der Küchenchef ist Schweizer wie er selbst. Den Job hat ihm Marcel verschafft, den er in einem katholischen Nachtasyl kennen gelernt hat. Dorthin hatte ihn der alte Vater Andreas gebracht, mit dem er in den Jardins du Luxembourg ins Gespräch gekommen war. Dieser hatte ihn an seinem Clemenceau-Anzug als ehemaligen Fremdenlegionär erkannt.  Mehr

Hören (30:29)Download (MP3, 14.1MB)


Lesung vom Dienstag, 10.8.2010, 15.03 Uhr, DRS 2

«Im Dunkel» von Friedrich Glauser (2/6)

Nach dem Aufnahmeritual in einem Pariser Nachtasyl beobachten Frédéric, ehemaliger Fremdenlegionär, und Vater Andreas, wie ein Mann von der Polizei fortgeführt wird. Zeuge dieser Episode ist auch Marcel, der über die Hintergründe dieser Verhaftung Bescheid weiss. In der Nacht lassen Frédéric und Marcel den gesundheitlich schwer angeschlagenen Vater Andreas zwischen sich liegen.   Mehr

Hören (30:01)Download (MP3, 27.6MB)


Lesung vom Dienstag, 17.8.2010, 15.03 Uhr, DRS 2

«Im Dunkel» von Friedrich Glauser (3/6)

Paris 1923. Der ehemalige Fremdenlegionär Frédéric und sein Freund Marcel besuchen am 14. Juillet dessen Eltern. Marcels Vater, ein pedantischer kleiner Beamter, missbilligt das Engagement seines Sohns bei den Kommunisten. Seine treusorgende Mutter ruft Frédéric die eigene Mama in Erinnerung, die er als kleines Kind verloren hat.   Mehr

Hören (29:52)Download (MP3, 27.5MB)


Lesung vom Dienstag, 24.8.2010, 15.03 Uhr, DRS 2

«Im Dunkel» von Friedrich Glauser (4/6)

Frédéric, Tellerwäscher im «Hôtel Suisse» in Paris, hat aus der Brieftasche seines Chefs eine Hunderternote gestohlen. Er wird dabei von seinem Freund Marcel überrascht, weigert sich aber, die Note zurück zu legen, und begründet dies mit einer Theorie des Diebstahls aus Angst. Marcel geht grusslos weg. Als der Chef die Note findet, weiter jedoch nichts unternimmt, kündet Frédéric seine Stelle. Er nimmt den Nachtzug nach Brüssel, ohne Marcel, der bei Strassenkämpfen schwer verwundet worden ist, noch einmal zu sehen.  Mehr

Hören (29:52)Download (MP3, 27.5MB)


Lesung vom Dienstag, 31.8.2010, 15.03 Uhr, DRS 2

«Im Dunkel» von Friedrich Glauser (5/6)

Der ehemalige Fremdenlegionär Frédéric hat Paris nach einer halbwegs glimpflich abgelaufenen Diebstahlgeschichte fluchtartig verlassen. Nun arbeitet er Nachtschicht in einer Kohlengrube im belgischen Charleroi. Der Grubeningenieur hat ihn zu Frau Vandevelde geschickt, wo er mit drei andern Kumpels ein Zimmer mit zwei Betten teilt.   Mehr

Hören (29:13)Download (MP3, 26.9MB)


Lesung vom Dienstag, 7.9.2010, 15.03 Uhr, DRS 2

«Im Dunkel» von Friedrich Glauser (6/6)

Nach einer kurzen Tellerwäscherkarriere in Paris arbeitet der Exfremdenlegionär Frédéric nun in einer Kohlengrube in Charleroi. Bei einem Hauskonzert lernt er die Krankenschwester Juliette kennen. Ein Zeitungsartikel legt offen, dass Frédérics Zimmergenosse Otto wegen eines Versicherungsbetrugs gesucht wird. Mit Juliettes Unterstützung verhilft ihm Frédéric zur Flucht in die Fremdenlegion. Als er selber krank wird, bringt man ihn ins Spital. Dort bleibt er anschliessend als Krankenwärter und macht zusammen mit Juliette Nachtschicht.  Mehr

Hören (43:53)Download (MP3, 40.3MB)


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