Postkarte aus Berlin: Ohne Worte
Liebe Eiskunstläuferinnen und Gratwanderer, nein, ums Wetter und die Kälte soll's hier nicht gehen, darüber habe ich mich schon in der ersten Postkarte ausgelassen (auch wenn Berlin immer noch im Eiskasten steckt). Hier geht's natürlich um die Symbolik.
«Was hat denn das mit Film und Filmfestival zu tun?» werden Sie sich vielleicht fragen. So einiges. Angefangen damit, dass sich der Brunnen, in dem dieses Schild steckt, direkt am Potsdamer Platz befindet, wo auch alle Filme laufen. Und bei einigen der gezeigten Filme fragt man sich: Hat sich hier einer nicht vielleicht doch auf zu dünnes Eis begeben? Und ist voll durchgebrochen? Anderen wünscht man, sie würden es einmal wagen, trotz Verbots- und Vorsichtsmahnungen, einen Schritt aufs Eis zu machen.
Und schliesslich führt uns diese Postkarte zum kleinsten, d.h. kürzesten, aber umso charmanteren Schweizer Beitrag auf dieser Berlinale: dem Animations-Kurzfilm «Der kleine Vogel und das Blatt» von Lena von Döhren - da schwingt ein kleiner Vogel mit eleganten Pirouetten über das Eis und lockt den Fuchs, der ihn jagt, zur brüchigsten Stelle - mit Folgen...
In dem Sinn
Eisige Grüsse
Eure Brigitte Häring
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