Stil-Tipp: Von mikromini bis maxi - welches ist die richtige Rocklänge?
Um einen Mini zu tragen, sollte man jung sein und eine perfekte Figur haben. Hat man die nicht, siehts schnell so aus, als sei der Rocksaum höher als der IQ der Trägerin des Röckchens.
Es gibt heute nicht mehr «die eine» Rocklänge, nach der sich alles zu richten hätte. Es gibt den Maxirock, aber gleichzeitig auch Midi oder Mini, also parallel alle Möglichkeiten.
Auch sind die Zeiten, in denen man sich ab einem gewissen Alter nur noch eine bestimmte Rocklänge «leisten» durfte, glücklicherweise vorbei. Wir leben im 21. Jahrhundert, in einer ultra-demokratischen und individualistischen Hochzivilisation - da darf eine Frau so kurze oder so lange kurze Röcke tragen, wie ihre die Beine gut aussehen!
Allerdings: Ab einem gewissen Alter sollten Röcke schon etwas länger als ein breiter Gürtel sein. Die superkurzen Röcke, die manchmal schon bei jungen Mädchen grenzwertig sind, wirken bei reiferen Frauen oft nur noch peinlich.
Maxi ist der neue Trend
Doch ist der Minirock jetzt sowieso gerade nicht besonders hoch im Kurs, denn die Modebranche ist gerade ganz vernarrt in den Maxirock, diesen weit schwingenden, bodenlangen Rock. Man trägt dieses Modell am besten zu flachen Schuhen oder Sandalen.
Bei allen Rocklängen gilt: Zuerst gehts um Stil und Styling, dann um's Körpergewicht (auch zu dünn ist nicht vorteilhaft), dann ums Alter, und zwar in dieser Reihenfolge. Und je kürzer der Rock, umso kritischer sollte man sein. Heisst: Wenn der Rock superkurz ist, muss das Styling hundertprozentig cool sein, die Figur top und die Frau, die ihn trägt, idealerweise auch noch keine vierzig sein. Eine mögliche Formel, sie gilt allerdings nur für Normalkleidergrössen, also etwas bis Grösse 42, sieht so aus:
Lebensalter plus Körpergewicht - geteilt durch drei - plus etwa 20 Zentimeter
Leggings zum Minirock ist eine Variante, die man in der Schweiz oft sieht, aber auch in Deutschland und Holland, und wohl ein typisch mittel- und nordeuropäischer Versuch ist, Sexappeal mit Alltagstauglichkeit zu kombinieren.
Immerhin scheint auch kommerzielles Potenzial drin zu stecken, denn sogar der grosse Giorgio Armani hat für diesen Sommer halbtransparente, leicht geraffte Leggings gezeigt, mit denen, so der O-Ton des Meisters «auch die reife Dame noch Bein zeigen kann».
Sie funktionieren aber nicht zu Hotpants und Mikroshorts. Bei denen ist das allererste, oberste und wichtigste Kriterium der ganzen Saumlängen-Diskussion noch essenzieller, nämlich: Perfekte, gerade, lange, schlanke und straffe Beine. Sonst wird das Auge des Beobachters doch einer recht harten Prüfung unterzogen. (jvr)
DRS 3 Stil-Experte Jeroen van Rooijen hat euch eine Liste mit den idealen Rocklängen zusammengestellt:
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