Eine «Äpp» für Schweizer Dialekte
Das Projektteam. (zvg)
Klar, Dialekte sind in. Schweizer Dialekte bewegen die Leute, regen zu Diskussionen an und stiften Identität. Sprachwissenschaftler der Universitäten Zürich, Bern und Genf haben ein Konzept für eine Schweizer-Dialekt-Applikation für Smartphones entwickelt. Sie zielen auf ein interaktives «Spiel» mit Dialekten. Sie wollen für Mundarten sensibilisieren und so das wertvolle Kulturgut auch digital archivieren.
Spielerische «Dialäkt Äpp»
«Die Applikation soll kostenlos sein», sagen die Projektleiter Adrian Leemann und Marie-José Kolly von der Universität Zürich. Die Benutzer sollen ihren eigenen Schweizer Dialekt geographisch verorten und aufnehmen können. So können spätere Nutzer über interaktive Karten Varianten abhören. Die Macher versprechen sich auch wertvolle Sprachdaten für Analysen der Mundartforschung.
Dass die Macher Smartphones anvisieren, ist kein Zufall: «Bereits gibt es fast drei Millionen Smartphones in der Schweiz. Ortsunabhängig und ohne technische Hürden kann man mit ihnen qualitativ hochwertige Aufnahmen machen», heisst es in der Präsentation.
«We make it»
Die Macher haben für dieses schräge Projekt eine schräge Art der Finanzierung gewählt. Über die Crowdfounding-Seite «We make it» suchen sie Leute, die das Projekt unterstützen. Dialektfreunde können schon ab 10 Franken als Gönner dabei sein. Wenn alles gut läuft, sollte die «Dialäkt Äpp» im Herbst bereit sein.
