«The Boss» lieferte 210 Minuten Rock'n'Roll nonstop
Bruce Springsteen zeigte sich in Zürich alles andere als altersmüde. (key)
Der Boss bot ein mitreissendes Konzert ohne technischen Firlefanz und unnötige Showeinlagen. Der Star war die Musik. Diese wurde von Springsteen und seiner perfekt eingespielten Formation, die um einen Background-Chor, Bläser und eine Violinistin erweitert wurde, wie immer perfekt umgesetzt.
Unglaublich aber wahr: Bruce Springsteen, der im September seinen 63. Geburtstag feiert, gönnte sich nicht eine einzige Pause und war während dem ganzen Konzert auf der Bühne präsent.
Publikumsnaher Superstar
Auffallend war die Publikumsnähe des Superstars. Immer wieder ging er zu den Fans in den vorderen Rängen, die ohne Bühnengraben direkten (Körper-)Kontakt mit ihrem Idol hatten. Springsteen liess auch immer wieder Lieder vom Publikum auswählen, das durch Kartonschilder mit Songtiteln drauf, seine Wünsche kundtat.
Eine rührende Szene gabs beim Song «Waiting On A Sunny Day». Springsteen, holte zwei Kids auf die Bühne und liess sie den Text singen. Der kleine Junge war etwas überfordert von der Aufgabe, das Girl meistert den Job mit Bravour und erntete entsprechenden Applaus.
Zugaben bei Flutlicht
31 Songs gab der Boss zum Besten, darunter auch Titel, die er auf dieser Tour noch nie gespielt hatte. 7 Songs stammten vom aktuellen Nummer 1-Album «Wrecking Ball». Die Stimmung im Publikum war hervorragend. Bei 16. Song «Shackled And Drawn» hielt es auch die Fans auf den Tribünen nicht mehr auf ihren Sitzen. Bei Titeln wie «The River», «Born In The USA», «Born To Run» oder «Dancing In The Dark» bebte das Stadion.
Die letzten sechs Titel wurden bei vollem Stadion-Flutlicht gespielt. Ob der Stadionabwart aus Versehen den Lichtschalter zu früh betätigt hat, oder Bruce seine Fans toben sehen wollte, war leider nicht zu eruieren.
Übrigens: Das Wetter verhielt sich äusserst fair! Bei Sonnenschein wurde das Konzert eröffnet und auch nach dem Eindunkeln blieb es trocken. Erst zwanzig Minuten nach dem letzten Ton begann es zu regnen. Auch Petrus ist ein Springsteen-Fan.
Dani Beck
