Der schnelle Bolt mag's langsam
Der schnelle Bolt mags musikalisch lieber etwas gemächlicher
Die Zweifel vor dem Start des olympischen 100m-Finals der Männer in London waren gross. Würde Usain Bolt seinen Olympiasieg von 2008 wiederholen können? Ja, er konnte. Mit 9.63 und über zwei Metern Vorsprung auf seine Konkurrenten belehrte der 25-jährige alle Zweifler eines Besseren und holte überragend Gold über 100m. Für diese Leistung mussten alle Faktoren zusammenstimmen. Dabei hat ihn eines ganz bestimmt nicht beflügelt: seine Lieblingsmusik.
Diese setzt sich aus US-Hiphop und jamaikanischem Reggae zusammen. «Ich mag Lil Wayne, Jay-Z, Ludacris...diese Typen halt. Das ist, was wir in Jamaika hören», sagt Bolt selber.
Am meisten aber schätzt Bolt, der auch selber ab und zu gerne hinter den Plattentellern steht, den jamaikanischen Dancehall Musiker und Jungendfreund Vybz Kartel.
«Vybz Kartell ist mein Lieblingskünstler. Er ist ein toller Texter. Ich höre einfach alles von ihm - es macht mir grossen Spass», sagt Bolt in der Dokumentation Why Do Jamaicans Run So Fast. Vybz Kartell tanzt dann auch etwas aus der Reihe und ist nicht ganz so ruhig wie der Rest von Bolts Lieblingskünstlern.
Wenn er dann selber mal hinter den Plattentellern steht, dann setzt Bolt voll und ganz auf die Musik seiner Heimat: Reggae. Dort lassen dann Junior Reid mit «One Blood» und Bob Marley mit «Who The Cap Fit» und «Three Little Birds» die Turntables heiss laufen.
Bolts Lieblingsmusik peitscht also nicht gerade zu neuen Weltrekorden. Aber vielleicht ist es ja gerade diese Musik, die Usain Bolt so cool macht. Denn Bolt ist nicht slow, dafür aber beängstigend steady.
