Groschenromane: Das Fazit der Expertin
DRS 3 Literaturexpertin zieht nach einer Woche Groschenromanen ein schonungsloses Fazit. (SRF)
Montag:
Der Arztroman
Dienstag:
Der Mutter-Kind Roman
Mittwoch:
Der Gruselroman
Donnerstag:
Der Heimatroman
Freitag:
Der Westernroman
Der Wortschatz der heutigen Gesellschaft und die Geschichten, die uns aus dem Internet und den Medien entgegenspringen, sind ungemein härter als diejenigen in den Groschenromanen. Insofern bieten sie Erholungsreisen für den Kopf, auch da Groschenromane sich zeitlos geben, ihre Helden brauchen keine Handys und Computer.
Kultobjekt Billigliteratur
Wer noch nie einen Groschenroman gelesen hat, sollte als Experiment nicht nur einen, sondern mehrere lesen, sie unterscheiden sich qualitativ voneinander. Die einen wirken lieblos hingeschrieben, die andern durchdacht. Besonders interessant sind die Serien, die seit Jahrzehnten existieren und deren Inhalt und Sprache sich nicht modernisiert hat, sie sind unterdessen Kult.
Einfach gestrickt
Mit ihren monothematischen Geschichten und den eindimensionalen Figuren müssen Groschenromane kurz gehalten werden, darum ist auch der Plot sofort zu erahnen. Das ist auch der Grund, warum sich Literaturliebhaber nach der Lektüre von Groschenromanen gerne wieder einem Roman zuwenden: Damit sie geniessen können, wie sich dreidimensionale Figuren entwickeln und verändern und erlesen, was sich aus den verschiedenen Handlungssträngen ergibt und dass diese auch unerwartete Wendungen nehmen können.
Tanja Kummer
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