Mehr Hotelübernachtungen dank schlechtem Image
Entschuldigen Sie, dass wir ihre Beschwerden am besten ignorieren! Die Werbekampagne des Hans Brinker Hotels in Amsterdam. (Hans Brinker Hotel, Amsterdam)
Folgende drei Hotels machen ebenfalls mit negativen Schlagzeilen auf sich aufmerksam - allerdings steckt da keine Werbekampagne dahinter. Mehr
«Sorry for being the best in ignoring your complains» («Sorry, dass wir deine Beschwerden am besten ignorieren»). Mit der Kampagne «Apologies» preist das Hotel auf ironische Art und Weise die Mängel des Hotels an. Und die Strategie geht auf: Das Hotel verbucht heute ca. 90'000 Übernachtungen pro Jahr mehr als noch vor 15 Jahren.
«Just a fun commercial»
Früher war das Hans Brinker Budget Hotel tatsächlich eine Absteige. Viele der Kunden beschwerten sich und die Verantwortlichen hatten es satt, sich ständig mit Reklamationen rumschlagen zu müssen. Deshalb haben sie den Spiess umgedreht und das schlechte Produkt als Verkaufsargument verwendet.
Ob das Hotel wirklich so schlecht ist? «It is just a fun commercial! It used to be horrible, but we just made fun out of it», heisst es in der Reception auf Anfrage. Es sei nur eine witzige Werbekampagne.
Den Gag verstehen
Früher sei das Hotel wirklich schrecklich gewesen, aber das sei schon lange nicht mehr der Fall. Man verwende den schlechten Ruf heute als Gratiswerbung und könne so vor allem Studenten Backpacker für sich gewinnen.
Dass das Hans Brinker Hotel nicht für jeden etwas ist, wird ehrlich und direkt kommuniziert: «If you dont get it than you are not suppost to be here» («Wenn du die Message nicht verstehst, hast du bei uns nichts zu suchen»).

Kommentare zu diesem Artikel:
Dienstag, 22.5.2012, 15.25 Uhr: Yvonne Räbsamen via Facebook
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