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Dienstag, 31.7.2012

Olympia-Maskottchen: nichts fürs Kinderzimmer

Knuffige Eisbären, Tiger, lustige Schneemänner, Hunde oder Eulen waren schon olympische Maskottchen. In London sorgen «Wenlock» und «Mandeville» für Schlagzeilen und gute Umsatzzahlen. Und das obwohl die beiden Maskottchen alles andere als gewinnend aussehen.

User kreieren immer neue Versionen der Maskottchen «Wenlock» und «Mandeville».

Am Anfang war die Kontroverse: «Wenlock» und «Mandeville» sehen nicht nur fremd aus, sondern sind auch noch in China hergestellt. Das löste im Vorfeld der Olympischen Sommerspiele in London einige Diskussionen aus.

Nach Angaben des IOC, des Internationalen Olympischen Komitees, sollen die Maskottchen in erster Linie den olympischen Geist ausdrücken. Deren Aufgabe ist nicht einfach: Sie müssen die Kultur der gastgebenden Stadt und ihre Geschichte versinnbildlichen und für eine festliche Atmosphäre sorgen.

Verkaufsrenner
Ob das den einäugigen Kunstkreaturen «Wenlock» und «Mandeville» gelingen würde? Und wie. Sie sind die Lieblinge kleiner und grosser Sportfans dieser Tage und sorgen für zusätzliche Einnahme-Millionen. Sogar aufwändige Trickfilme über die beiden wurden produziert (siehe unten).

Auf der offiziellen Webseite können User eine eigene Version der Maskottchen basteln.

Die Olympischen Sommerspiele in London setzen auch hier neue Massstäbe. Doch in der Beurteilung des Erfolgs sind sich die Medien uneinig. Während die Süddeutsche von einem Erfolgsprodukt schreibt, ist in der Aargauer Zeitung zu lesen: «Die Verlierer der Spiele stehen fest. Die einäugigen Wenlock und Mandeville starten in London ‹unter ferner liefen›.»

Die Geschichte der olympischen Maskottchen begann mit «Schuss, dem Skifahrer». Er tauchte inoffiziell während der Olympischen Winterspiele in Grenoble 1968 auf. Das IOC hat die Idee aufgenommen und vier Jahre später in München war der Hund «Waldi» das erste offizielle Maskottchen der Olympischen Spiele.

Martin Oswald

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