1982 vs 2012: So haben wir uns informiert und Freunde getroffen
Medien im Wandel der Zeit: Walkman (1982) und Handy (2006). (Keystone)
DRS 3-Reporter Yves Schott lebt für eine Woche mit den Mitteln von 1982, DRS-Digitalredaktor Guido Berger bedient sich ganz selbstverständlich all den Medien, welche heute zur Verfügung stehen. Die beiden unterhalten sich in vier Teilen über ihre Erlebnisse.
1. Sich am Morgen über die Aktualität informieren
Fazit: Yves kann sich 1982 nur über wenige Kanäle und zeitlich gebunden an Aktualität informieren. Nachrichten zur vollen Stunde am Radio, Nachrichten vom Vortag aus der Zeitung. Keine Ahnung, was die Freunde so treiben, keine News-Feeds via Handy oder Tablet. Die eigene Meinung in der Öffentlichkeit sagen, geht höchstens via Leserbrief.
2. Musikhören auf dem Weg zur Arbeit
Fazit: Guido Berger hört unterwegs Podcasts, welche er sich zuvor heruntergeladen hat oder greift via WLAN auf die breite Musiksammlung im Internet zu. Yves Schott hört auch Musik, allerdings mit einem FM-Radio oder mit einem Walkman. Welche Kassette höre ich heute? Diese Entscheidung muss Yves schon zuhause fällen.
Fazit: Yves verfügt 1982 über 12 analoge Fernsehkanäle, entscheidet sich für den Tatort und ist damit ganz zufrieden. Guido konsumiert TV-Serien aus den USA, welche noch gar nicht in Europa am TV zu sehen sind. Als Yves während dem Film zur Toilette muss, fehlt die Pausenfunktion, welche Digitalfernsehen heute bietet. Er verpasst einige Szenen.
Fazit: Nichts leichter als das - sagt sich Guido 2012. Er findet die meisten seiner Freunde auf Facebook, eröffnet eine Veranstaltung und lädt gleich online alle ein. Yves hat's da einiges schwieriger. Einladungen basteln, Adressen im Telefonbuch suchen, Einladungen verschicken. Der Zeitaufwand ist ungleich höher. Dafür ist die Chance bei einer Zusage grösser, dass Yves Freunde auch tatsächlich bei der Party auftauchen.
