Attentat in Bulgarien: Überwachungsvideo zeigt Täter
Israelische Touristen sterben in Bulgarien bei einem Anschlag auf einen Bus. (Reuters)
Eine Überwachungskamera hat den Anschlag auf einen Bus in Bulgarien gefilmt. Der langhaarige Mann in Sportkleidung habe sich vor der Explosion etwa eine Stunde lang am Ort des Anschlags aufgehalten, berichtete die bulgarische Nachrichtenagentur Novinite. Seine Leiche habe schlimmste Verletzungen aufgewiesen.
Die Identität des mutmasslichen Selbstmordattentäters blieb bisher jedoch ungeklärt. Ein bei dem Mann gefundener Führerausweis aus dem US-Staat Michigan war nach Angaben des bulgarischen Ministerpräsidenten Boiko Borisow gefälscht.
«Wir arbeiten mit unseren Kollegen vom FBI und der CIA daran», sagte Borisow. Doch nach den Angaben der US-Dienste sei eine solche Person nicht in deren Datenbanken gespeichert.
Sieben Tote, Dutzende Verletzte
Bei dem Attentat kamen nach bulgarischen und israelischen Behördenangaben fünf Israelis sowie der bulgarische Fahrer und der mutmassliche elbstmordattentäter ums Leben. 37 Menschen wurden verletzt, drei von ihnen lebensgefährlich.
Ein israelisches Militärflugzeug brachte am Donnerstag 33 Verletzte zurück in ihre Heimat. Zudem wird ein bulgarisches Flugzeug 100 weitere Israelis zurück bringen, die zwar nicht verletzt seien, aber ihre Ferien abbrechen wollten.
Iran am israelischen Pranger
Bislang bekannte sich niemand zu der Tat. Israel macht jedoch die Führung in Teheran und die libanesische Hisbollah für den Selbstmordanschlag verantwortlich.
Izchak Aharonowitsch, Minister für Innere Sicherheit, sagte am Donnerstag laut der israelischen Nachrichtenseite ynet, es bestehe «kein Zweifel», dass der Iran hinter dem Attentat stehe. Man werde mit den Verantwortlichen «die Rechnung begleichen».
Iran dementiert Vorwürfe
Der Iran bestritt jegliche Beteiligung an der Tat. Die iranische Botschaft in Sofia erklärte, bei den israelischen Vorwürfen handle es sich um «unbegründete Erklärungen von verschiedenen Staatsmännern des zionistischen Regimes». Sie erfolgten nach einem bekannten Muster
Die mit dem Iran verbündete Hisbollah-Organisation im Libanon nannte die Vorwürfe aus Jerusalem in einer offiziellen Reaktion «lächerlich». (wedj;fors/sda)
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