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Montag, 18.6.2012

Regierung will den Hochwasserschutz verbessern

Die Berner Kantonsregierung beantragt dem Parlament einen Kredit von 20 Millionen Franken für Hochwasserschutzmassnahmen bei der Gürbemündung in die Aare. Die Trinkwasserfassungen von Muri und Köniz bleiben  bestehen.

Die beiden Trinkwasser-Fassungen sind nach Ansicht der Kantonsregierung standortgebunden und von überregionalem Interesse, wie sie in einer Mitteilung vom Montag schreibt. Die Fassungen sollen durch Dammbauten vor Hochwasser geschützt werden.

Massive Eingriffe in einem geschützten Auengebiet
Diesem Entscheid ging eine längere Abwägung der Nutz- und Schutzinteressen voraus. Das betroffene Gebiet liegt nämlich in einem Auengebiet von nationaler Bedeutung. Die negativen Auswirkungen der Bauten auf das Auengebiet will der Kanton mit Ersatzmassnahmen kompensieren.

Die Hochwasserschutzmassnahmen an der Aare/Gürbemündung sind eines von 25 Hochwasserschutzprojekten entlang der Aare zwischen Thun und Bern. Aufgegleist wurden die Projekte nach der Hochwasserkatastrophe von 1999. Dabei soll die Aare wieder mehr Platz erhalten. Nach den Hochwassern 2005 und 2007 wurden diverse Sofortmassnahmen umgesetzt. Nach und nach konnten auch unbestrittene Projektteile realisisert werden.

Uferverbauung muss saniert werden
Bisher noch nicht umgesetzt sind Projekte auf dem Gemeindegebiet von Muri sowie in Belp und Kehrsatz. Insbesondere in Muri sei die Erneuerung des Hochwasserschutzes aber inzwischen überfällig, schrieb der Regierungsrat in seiner Mitteilung weiter. Die Uferverbauungen müssten bereits mit Provisorien gesichert werden. Die Sanierungen sollen nach dem Willen des Kantons rasch an die Hand genommen werden, wenn möglich schon im kommenden Winter. (liec, sda)

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