Ehemaliger Bieler Spitaldirektor vor Gericht
Der Verwaltungsrat der Spitalzentrum Biel AG hatte seinen Direktor im Februar 2009 gefeuert. Als Begründung wurden Unregelmässigkeiten bei Spesen und Abgeltungen angeführt. Die Staatsanwaltschaft schloss das Verfahren im Oktober 2011 ab.
Verschiedene Vorwürfe
Sie wirft dem ehemaligen Spitaldirektor unter anderem vor, er habe hauptsächlich 2007 und vereinzelt im Jahr 2000 das Spital über die tatsächlich geleistete Überzeit getäuscht. So habe er die Spitalzentrum Biel AG respektive den Gemeindeverband veranlasst, überhöhte Überzeitentschädigungen auszuzahlen oder zumindest Rückstellungen in der Bilanz zu bilden.
Der Direktor war viel ausser Haus
Zum Prozessauftakt am Montag hatten vor allem Zeugen das Wort. Eine Direktionssekretärin berichtete, dass der Spitaldirektor häufig abwesend war. Auf dem Sekretariat habe man sich über die Überstunden-Abrechnung gewundert. Ein ehemaliger Stellvertreter des Direktors gab ebenfalls an, der Chef sei viel ausser Haus gewesen. Dadurch sei die Arbeitsbelastung für ihn als Stellvertreter stark gestiegen.
Nach Darstellung der Staatsanwaltschaft beläuft sich der Gesamtdeliktsbetrag auf rund 175'000 Franken. Der Prozess ist auf drei Tage angesetzt; das Urteil wird am Mittwoch erwartet.
Der Mann bestreitet die Vorwürfe. Er ficht mit der Spitalzentrum Biel AG einen erbitterten Rechtsstreit aus. (liec, sda)
