Sortenorganisation Emmentaler zieht die Notbremse
Diese Notbremse beschlossen die Delegierten der Sortenorganisation Emmentaler Switzerland am Mittwoch hinter verschlossenen Türen. Es ist eine Reaktion darauf, dass es seit geraumer Zeit zu viel Emmentaler Käse gibt, der zu ruinösen Preisen verkauft werden muss. Urheber sind einzelne Käsereien, die aus der Sortenorganisation ausgetreten waren und sich an kein Limit mehr hielten.
Bessere Preise für weniger Käse
Wenn der Bundesrat nun im Herbst 2012 eine neue Mengensteuerung als allgemeinverbindlich erklärt, müssten sich auch dissidente AOC-Käser daran halten. Für Franziska Borer, die Direktorin der Sortenorganisation, ist dies ein branchenweit wichtiger erster Schritt in die richtige Richtung: «Nur so ist mit Emmentaler wieder Geld zu verdienen und nur so können die Milchbauern auch einen besseren Milchpreis erwarten.»
Nicht ohne die Landesergierung
Damit die branchenweite Selbstbeschränkung funktioniert, ist die bundesrätliche Allgemeinverbindlichkeits-Erklärung allerdings zwingend notwendig. Erst wenn dies klar ist, entscheidet die Sortenorganisation Emmentaler Switzerland, ob sie selbst diese Mengenbewirtschaftung vollzieht oder ob damit eine neue Firma beauftragt wird, die dann auch gleich den ganzen Käse aufkaufen und vermarkten könnte. (strc)
