«Ein Privatleben haben wir momentan keines»
Die Luzerner Ruderer Mario Gyr und Simon Schürch vor der ersten Olympiateilnahme. (SRF)
In gut 2 Wochen starten die Olympischen Spiele in London und mit dabei sind auch die beiden Luzerner Ruderer Mario Gyr und Simon Schürch. Sie kämpfen zusammen mit zwei Kollegen in der Bootsklasse Vierer ohne Steuermann im Leichtgewicht um eine Olympische Medaille.
So kurz vor Olympia ist der Trainingsaufwand der Spitzenruderer, die mit ihrer Mannschaft zu den sechs schnellsten der Welt gehören, immens. «Momentan haben wir drei Trainingseinheiten pro Tag. Kilometer auf dem Wasser abspulen und Krafttraining, da bleibt kaum mehr Zeit für ein Privatleben» sagt der 22-jährige Simon Schürch aus Sursee gegenüber dem Regionaljournal.
Sein 27-jähriger Teamkollege Mario Gyr aus der Stadt Luzern sagt, dies brauche auch viel Verständnis vom Umfeld. Aber manch einer könne nicht verstehen, dass man als junger Mann im besten Alter lieber früh ins Bett geht als in den Ausgang.
Nicht nur beim Training müssen die Athleten sehr diszpliniert sein, sondern auch beim Essen. Bei der Leichtgewichts-Kategorie darf kein Ruderer schwerer sein als 72,5 Kilo. All das nehme man aber gerne in Kauf, das Gefühl nach einem gewonnen Rennen entschädige für vieles, so Gyr weiter.
Das erste Olympische Rennen ihres Lebens bestreiten Mario Gyr und Simon Schürch am 28. Juli. Das Ziel der beiden Ruderer ist die Finalteilnahme am 2. August. (frea)
