Smartphone & Co als Schuldenfalle
Junge Leute sind häufiger verschuldet als ältere.
Junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren sind häufiger verschuldet als Personen über 33 Jahre. Und je früher jemand in die Schuldenfalle tappt, desto länger bleibt er – oder sie – darin gefangen. So stehen fünf Jahre nach ihrer Erstverschuldung rund ein Drittel der Betroffenen noch immer in der Kreide.
Dies ist das Ergebnis der Untersuchung «Radar Jugendverschuldung 2012» von Intrum Justitia. Das Inkassounternehmen hat zum zweiten Mal die Verschuldung junger Erwachsener in der Schweiz untersucht.
Smartphone & Co als Kostentreiber
Näher unter die Lupe genommen hat «Radar 2012» dieses Mal das Gesundheitswesen: 61 Prozent der jungen Erwachsenen, die offene Arzt- oder Laborrechnungen haben, sind Frauen. Bei Schulden im Bereich E- Commerce sind junge Männer mit 60 Prozent überdurchschnittlich häufig betroffen.
Am höchsten sind die Schulden im Bereich Telekommunikation. Verantwortlich dafür sind laut «Radar 2012» nicht zuletzt Smartphones mit Internetnutzung.
Landbewohner machen weniger Schulden
Auffallend sind die regionalen Unterschiede: Von den französisch sprechenden jungen Erwachsenen haben 43 Prozent noch nach fünf Jahren mit ihren Schulden zu kämpfen. Bei den deutsch sprechenden sind es 35 Prozent, bei den italienisch sprechenden 34 Prozent. Ausserdem verschulden sich junge Bewohner von Städten und Agglomerationen häufiger als Landbewohner. (smus;bru, sda)
