Katar gefährdet Fusion von Glencore und Xstrata
Der Hauptsitz von Glencore International AG in Baar im Kanton Zug. Fällt die Fusion zwischen Glencore und Xstrata nun ins Wasser? (Keystone Archiv)
Die Fusion zwischen den Rohstoff-Firmen Glencore und Xstrata könnte ins Wanken kommen. Der Golfstaat Katar erklärte, Glencore müsse 3,25 eigene Aktien für jeden Xstrata-Anteilsschein bezahlen und nicht wie bislang geplant 2,8.
Wie mehrere mit der Situation vertraute Personen berichteten, machen die Forderungen es den Unternehmen sehr schwer, die Fusion wie vereinbart durchzuziehen.
Aufstocken oder verschieben
Glencore müsse sein Angebot entweder bis Donnerstagabend aufstocken oder für Mitte Juli angesetzte Aktionärsversammlungen verschieben, hiess es. Katar ist nach Glencore der zweitgrösste Aktionär von Xstrata und spielt daher bei dem Zusammenschluss eine wichtige Rolle.
Die Forderung von Katar folgt auf den Ärger anderer Aktionäre über grosszügige Manager-Vergütungen. Der Staatsfonds des Landes erklärte, noch immer den Sinn des Zusammenschlusses anzuerkennen. Er wolle jedoch günstigere Bedingungen erreichen. Ein Banker vermutete hinter der Nachforderung eine koordinierte Aktion mehrerer Aktionäre.
Grösster Zusammenschluss seit 2007
Die Fusion zwischen dem weltgrössten Rohstoffhändler Glencore und dem Bergbaukonzern Xstrata ist bereits vor geraumer Zeit von den Führungen beide Unternehmen vereinbart worden. Beide Unternehmen haben ihren Sitz in der Schweiz.
Es wäre der grösste Zusammenschluss in der Branche seit 2007, als der australische Bergbauriese Rio Tinto den Aluminiumkonzern Alcan für 38 Milliarden Dollar übernahm und damit zugleich eine neue Rekordmarke setzte. (basn, sda/reuters)
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