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Mittwoch, 25.7.2012

Bauboom befriedigt Nachfrage nicht

Trotz Bauboom hat sich die Lage im Schweizer Wohnungsmarkt verschlechtert: Die Nachfrage war 2011 nach wie vor grösser als das Angebot. Besonders knapp ist das Angebot im Grossraum Zürich sowie in Teilen der Zentral- und der Westschweiz.

Der Traum vom Eigenheim geht nicht für alle in Erfüllung. (Archiv Keystone)

Wohnungsmarkt - Nachfrage immer noch grösser als Angebot

Trotz des herrschenden Bau-Booms mangelt es immer noch an Wohnungen - besonders in den Regionen Zürich und Genfersee. Wie angespannt der Wohnungsmarkt vielerorts ist, zeigt eine Untersuchung des Bundes.

Beitrag aus Rendez-vous vom Mittwoch, 25.7.2012, 12.30 Uhr, DRS 1, DRS 2, DRS 4 News und DRS Musikwelle

Die Suche nach einer Mietwohnung ist gemäss einer Studie des Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) letztes Jahr noch schwieriger geworden. Trotz des anhaltenden Baubooms wurden nicht genügend neue Wohnungen geschaffen, um die steigende Nachfrage zu befriedigen.

Folge der Verknappung waren steigende Preise der auf dem Markt verfügbaren Mietwohnungen. Die Angebotsmieten sind 2011 schweizweit um durchschnittlich drei Prozent nach oben geklettert. Der Anstieg der Mieten fiel mit einer durchschnittlichen Preissteigerung von 6,8 Prozent in der Westschweiz am höchsten aus.

Mieten in Westschweiz rund 20 Prozent höher
In der Innerschweiz stiegen die Angebotsmieten durchschnittlich um 2,8 Prozent, in der Region Zürich um 2,5 Prozent. Seit 2005 betrug die Preissteigerung damit schweizweit 12,3 Prozent, wobei auch in der längerfristigen Betrachtung die Westschweiz mit 20,2 Prozent höheren Mieten und die Region Zürich mit einem Plus von 13,4 Prozent obenaus schwingen.

Im Grossraum Zürich war zudem gemäss BWO die Entwicklung zu beobachten, dass die Wohnungsknappheit auf Regionen übergriff, die in den Jahren davor einen ausgeglichenen Markt kannten.

Signifikant beeinflusst wurde die Entwicklung auf dem Mietwohnungsmarkt durch die Personenfreizügigkeit und die damit ermöglichte Zuwanderung. Von der Zürcher Hochschule für angewandte Wissenschaften (ZHAW) und dem Beratungsunternehmen Meta-Sys ausgewertete Daten zeigen, dass insbesondere in der West- und in der Zentralschweiz ausländische Haushalte zur Verknappung des Mietwohnungsangebots beigetragen haben.

Eigentumswohnungen rund 4,5 Prozent teurer
Auf dem Markt für Wohneigentum dagegen spielen Ausländer keine bedeutende Rolle. Da sind es fast ausschliesslich Schweizer Haushalte, welche die Nachfrage anheizen, heisst es im Bericht des BWO. Durch die tiefen Zinsen auf den Hypothekarkrediten verknappt sich der Markt für Eigentumswohnungen sogar sehr stark.

2011 sind Eigentumswohnungen im schweizweiten Durchschnitt 4,5 Prozent teurer geworden. In der Region Zürich betrug der Preisanstieg 2011 7,3 Prozent, in der Innerschweiz 6,6 Prozent und in der Westschweiz 5,8 Prozent.

Auch die längerfristige Betrachtung zeigt, dass die Preise für Wohneigentum sich noch extremer entwickelt haben als jene für Mietobjekte. Gesamtschweizerisch wurden Eigentumswohnungen von 2005 bis 2011 24,5 Prozent teurer, in der Westschweiz sogar um 43,5 und in der Region Zürich um 32,6 Prozent. (basn, sda)

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Dienstag, 12.7.2011

Studie: Einwanderer nicht schuld an Wohnungsnot

Die hohe Zahl an Einwanderern in die Schweiz verschärft zwar den Wohnungsmangel, doch ist das Problem weitgehend hausgemacht. Zu diesem Schluss kommt die liberale Denkfabrik Avenir Suisse.  Mehr


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