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SendetermineDRS 4 aktuell vom Montag, 7.12.2009, 09.20 Uhr, DRS 4 News


Sendetermine:
Montag, 7.12.2009, 09.20-09.30 Uhr, Radio SRF 4 News

DRS 4-Wochenthema: Öko-Industrie

Sonnenkollektoren: Modernste Technolgie auf einem Mehrfamilienhaus. (Keystone)

Die Klimaveränderung hat viele negative Folgen für die Umwelt. Aber sie ist auch eine riesige Chance für die Industrie- und Technologie-Branche.

Gefragt sind innovative Produkte im Bereich Umwelt-Technik. Es entsteht ein eigentlicher Klima-Markt. Andere Staaten wie beispielsweise die USA unterstützen innovative Öko-Industrien mit Milliardenbeträgen.

Wie sieht es in der Schweiz aus? Hat unsere Technologie-Branche innovative Ideen? Ist sie bereit für die Klima-Zukunft? Stimmen die Rahmenbedingungen? Und ist überhaupt Geld vorhanden?

DRS 4 spricht eine Woche lang mit Akteuren aus der Branche.
Die Gesprächspartner:

-    Nick Beglinger, Verband Swisscleantech
-    Willi Paul, Forschungsleiter beim Konzern ABB
-    Peter Walther, Kleinunternehmer Sparlampen
-    Markus Moor, Emerald Technology Ventures
-    Ursula Renold, Leiterin des Bundesamts für Berufsbildung und Technologie

Beglinger: «Saubere Technologien sind günstiger»

Das Thema Cleantech, dh. umweltschonende Technologien ist hierzulande in den Medien nur wenig präsent. Zu Unrecht, meint Nick Beglinger, denn Cleantech sei ein Wachstumsmarkt und den Kinderschuhen längst entwachsen. Bereits heute würden in der Schweiz 20 Milliarden Franken an Wertschöpfung generiert. Mehr

Hören (8:54)

Walther: «Die Schweiz schläft in der Klimaindustrie»

Im Kampf gegen den Klimawandel braucht die Welt umweltfreundlichere Technologien. Es bildet sich ein milliardenschwerer Zukunfts-Markt. Die Schweiz scheint jedoch im Ökobusiness ihre guten Chancen zu verspielen. Mehr

Hören (6:43)

Paul: «Schweiz Vorreiterin im Umweltschutz»

Der Klimawandel hat eine Nachfrage nach umweltfreundlichen Technologien ausgelöst, ein Milliarden-Markt lockt. Kritischen Stimmen zufolge hat die Schweiz den Anschluss an die Entwicklung im Ökotechnologie-Bereich bereits teilweise verpasst. Mehr

Hören (6:21)

Moor: «Wir investieren global»

Junge Firmen im Bereich Cleantech brauchen neben einem ausgereiften Projekt und viel Unternehmergeist vor allem Geld. Dieses kommt oft von Risikokapital-Fonds. Mehr

Hören (7:11)

BBT: «Die Schweiz hat keine Tradition in der Industriepolitik»

Der Risikokapital-Anleger Markus Moor, sagte am Donnerstag, die Schweiz habe den Einstieg in einige Bereiche von Clean Tec bereits verschlafen. Dem widerspricht Ursula Renold, Leiterin des Bundesamtes für Berufsbildung und Technologie (BBT). Mehr

Hören (8:17)

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Mehr zum Stichwort:

  • Klimawandel

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Hintergrund: Cleantech

Die Bereiche der Wirtschaft, die sich in irgendeiner Weise mit umweltschonenden Technologien beschäftigten, hiessen früher Öko-Industrie. Heute nennt man sie Clean Technologies, oder kurz «Cleantech» - zu Deutsch saubere Technologien. Eine einheitliche Definition dafür gibt es noch nicht.

Umweltfreundliche Produkte
Einerseits ist damit jener Bereich der Wirtschaft gemeint, in dem konkret umweltschonende respektive ressourcenschonende Produkte hergestellt werden, zum Beispiel Dämmmaterial für Häuser oder umweltschonende Antriebe.

Dabei geht es neben Umweltschutz auch um Wirtschaftlichkeit. Die hochmoderne Produktion soll nicht nur ressourcenschonend, sondern auch gewinnbringend sein. Rücksicht auf die Umwelt soll sich für die Unternehmen also letztlich lohnen.

Umweltfreundliche Produktion
Andererseits geht der Blick immer mehr auch auf die Gesamtwirtschaft. «Cleantech» soll quasi weltweit zum Qualitätsbegriff werden, und zwar für alle hergestellten Produkte und erbrachten Dienstleistungen.

Es geht also nicht nur darum, neue innovative Produkte zu erfinden, sondern heute schon Genutztes umweltschonender herzustellen.

Für die Wirtschaft kann der Trend zu sauberen Technologien lukrativ sein. Alleine um die vereinbarten Welt-Klimaziele zu erreichen, bräuchte es in den kommenden Jahren weltweit Investitionen von über 100 Milliarden Franken pro Jahr.

Dossier: Klimawandel und die Folgen
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