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Montag, 12.3.2012

Swatch und Tiffany nach Trennung im Clinch

Nach dem Zerwürfnis decken sich die Swatch Group und der US-Juwelier Tiffany mit Schadenersatzforderungen ein.  Der Bieler Konzern sieht sich um Investitionen und Gewinn geprellt und fordert 3,8 Milliarden Franken, Tiffany reagiert mit einer Gegenklage.

Swatch: Kein Frühstück mehr bei Tiffany's

Die Partnerschaft der berühmten Juwelier-Kette Tiffany mit dem Schweizer Uhrenkonzern Swatch ist ein Misserfolg. Nun decken sich die Unternehmen gegenseitig mit Klagen ein.

Beitrag aus Rendez-vous vom Montag, 12.3.2012, 12.30 Uhr, DRS 1, DRS 2, DRS 4 News und DRS Musikwelle

Der Bieler Uhrenkonzern Swatch fordert 3,8 Milliarden Franken von Tiffany. Der Swatch-Konzern wirft dem US-Juwelier vor, die Entwicklung des Geschäfts mit Tiffany-Uhren systematisch blockiert und verzögert zu haben. Das New Yorker Unternehmen reagiert mit einer Gegenklage und verlangt 542 Millionen Franken von Swatch. Der Gegenforderung von Tiffany fehle «jegliche faktische und rechtliche Grundlage», teilte die Swatch Group mit. Swatch bestreite die Gegenklage vollumfänglich.

Der Streit der beiden Konzerne geht auf einen Zusammenarbeitsvertrag aus dem Jahr 2007 zurück: Damals beschlossen Swatch und Tiffany, zusammen Uhren der Marke «Tiffany & Co» zu designen, herzustellen und zu verkaufen. Im Rahmen der Zusammenarbeit gründete die Swatch Group im Frühjahr 2008 die Tiffany Watch Co. Ltd.

Wiedereinstieg von Tiffany mit Uhren
Swatch hatte damals die Ankündigung der Zusammenarbeit als «historische Vereinbarung» bezeichnet. Für den aktiven Wiedereinstieg von Tiffany in den Uhrenmarkt sei die Swatch Group  die denkbar beste strategische Partnerin, hiess es. Die Geschäftsführung der Tiffany Watch übernahm damals die heutige Swatch-Group-Verwaltungsratspräsidentin Nayla Hayek.

Streit um Vermarktung
Misstöne zur Zusammenarbeit zwischen der Swatch Group und Tiffany wurden etwa anlässlich der letztjährigen Baselworld laut. An der Uhrenmesse kritisierte Nayla Hayek die Vermarktung der Luxusuhren, die im Rahmen der Kooperation hergestellt wurden.

Im Vertrauen auf die langfristigen Verpflichtungen der Tiffany & Co. habe die Swatch Group «Millionen» in die Entwicklung, den Vertrieb und den Verkauf der Uhren investiert, schreibt der Bieler Uhrenkonzern. Nachdem die Zusammenarbeit im vergangenen September wegen Vertragsbruches eingestellt worden war, machte Swatch Schadenersatz - unter anderem für den entgangenen Gewinn - geltend.

Die weltbekannte Juwelier-Kette Tiffany wurde 1837 in New York gegründet. Ihr Geschäft an der Fifth Avenue wurde im Film «Frühstück bei Tiffany» («Breakfast at Tiffany's») mit Audrey Hepburn aus dem Jahre 1961 verewigt. Tiffany zählt 223 Geschäfte mit über 9000 Angestellten in 22 Ländern. (bru;pet, sda)

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Sonntag, 26.2.2012

Swatch will 500 neue Stellen schaffen

Für einmal eine gute Nachricht aus der Wirtschaft: Der Uhrenkonzern Swatch braucht in der Schweiz in diesem Jahr «wahrscheinlich 500 neue Mitarbeiter». Das sagte Swatch-Chef Hayek in einem Interview. Weltweit seien es doppelt so viel.  Mehr


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