Neue SBB-Züge fahren mit zwei Jahren Verspätung
Simulationsbild der neuen Intercitys – in echt fahren die Züge noch lange nicht. (Keystone)
Die SBB zieht einen Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts ans Bundesgericht weiter. Es geht um zusätzliche Rollstuhlplätze in den neuen Doppelstock-Intercitys. Das Bundesverwaltungsgericht befand: Die SBB müsse in jedem Zug ein zusätzliches Abteil für Behinderte mit WC zur Verfügung stellen, nicht nur eines im Speisewagen. Das Gericht hiess eine Beschwerde von Behindertenorganisationen teilweise gut.
SBB will Rechtssicherheit
Die SBB zieht das Urteil ans Bundesgericht weiter, wie sie mitteilte. Das vom Bundesverwaltungsgericht beanstandete Konzept von SBB und Bombardier sei gesetzeskonform, sagte Stephan Pfuhl, Leiter Fernverkehr der SBB. Die SBB wolle für künftige Beschaffungen Rechtssicherheit erhalten.
Wie viel kosten Verzögerungen?
Laut Pfuhl verzögert der Entscheid des Bundesverwaltungsgerichts die Auslieferung der neuen Züge um acht Monate.
Der grösste Teil der Verspätung - rund ein Jahr - geht aber auf die Konstruktion der Züge zurück: Die Lieferantin Bombardier habe den Wagenkasten der neuen Doppelstöcker so konzipiert, dass die Züge den Anforderungen für Fahrten mit bis zu 200 km/h im Gotthard-Basistunnel nicht genügten.
Die SBB verhandle nun mit Bombardier, so Pfuhl. Ob und wie sich diese Verzögerung für die SBB finanziell auswirkt, sagte er nicht. (smus, sda)
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